Katholiken sollen Gräber an Allerheiligen selbst segnen!

München - Die Familien versammeln sich um die Gräber der Angehörigen, der Friedhof ist voll, der Priester schreitet die Gräberreihen ab und segnet die Grabstätten mit Weihwasser. So ist es normalerweise an Allerheiligen. 

Die Gläubigen sollen zu Allerheiligen am 1. November die Gräber ihrer Angehörigen zu Allerheiligen selbst segnen. (Symbolbild)
Die Gläubigen sollen zu Allerheiligen am 1. November die Gräber ihrer Angehörigen zu Allerheiligen selbst segnen. (Symbolbild)  © Angelika Warmuth/dpa

Aber 2020 ist kein normales Jahr, durch das Coronavirus ist vieles anders: Die Gläubigen sollen zu Allerheiligen am 1. November die Gräber ihrer Angehörigen zu Allerheiligen selbst segnen.

"Die Gläubigen sollen ermutigt werden, selbst mit Weihwasser die Gräber zu segnen", hieß es Anfang Oktober in einer Erklärung der Freisinger Bischofskonferenz, der Zusammenkunft der bayerischen Bischöfe. 

Für die Pfarreien gibt es eine Vorlage für ein Segensgebet, das die Gläubigen am Grab ihrer Verstorbenen sprechen können.

Zwar beginnt der zweite bundesweite Lockdown erst am Montag und damit am Tag nach Allerheiligen und außerdem sind Gottesdienste gemeinsam mit Demonstrationen die einzigen Veranstaltungen, die im Freistaat Bayern im November auch danach noch erlaubt sind. 

Dennoch ist auch von den Gläubigen Kreativität gefragt: "Für Gottesdienste im Freien und den Gräbergang an Allerheiligen sollen technische Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden", hieß es in dem Papier der Freisinger Bischofskonferenz. 

Und weiter: "Die Bischöfe ermutigen die Pfarrgemeinden, die besondere Prägung dieser Zeit zu leben und alle Möglichkeiten an Gottesdiensten und im Brauchtum auszuschöpfen."

Die generelle Beschränkung der Teilnehmerzahl für Gottesdienste im Freien sei mit Blick auf Allerheiligen aufgehoben worden, allerdings gelte es unbedingt, Risiken zu vermeiden, sagte der Generalvikar des Erzbistums München und Freising, Christoph Klingan. Wenn es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich ist, dass die allgemeinen Abstandsregeln eingehalten werden könnten, müssten Masken getragen werden.

Titelfoto: Angelika Warmuth/dpa

Mehr zum Thema München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0