Bayerns Biergärten machen auf: "Es kehrt ein Stück Lebensfreude zurück"

München - In einigen Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern haben am Montag Biergärten, Wirtsgärten und Freischankflächen wieder geöffnet.

Seit Montag dürfen die Biergärten in Bayern wieder öffnen, wenn die Inzidenz stabil unter 100 ist. (Symbolbild)
Seit Montag dürfen die Biergärten in Bayern wieder öffnen, wenn die Inzidenz stabil unter 100 ist. (Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

In der bayerischen Gastronomie sorgte der Schritt nach rund einem halben Jahr Schließung für Zuversicht.

"Es kehrt ein Stück Lebensfreude zurück in unser Land", sagte der Landesgeschäftsführer des Branchenverbands Dehoga, Thomas Geppert.

Am Mittag hielt sich der Andrang in den Bier- und Wirtsgärten bei bestem Wetter laut Geppert noch in Grenzen. Für den Abend seien die Biergärten allerdings durch Reservierungen ausgebucht, sagte er.

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"Heute ist der Tag, auf den wir lange gewartet haben", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50, Freie Wähler). Für die Menschen bedeute das mehr Geselligkeit und mehr Normalität im Alltag. Die Wirte und ihre Mitarbeiter freuten sich, "endlich wieder für die Gäste da sein zu dürfen und wieder selbst Geld zu verdienen".

Für die kommenden Woche sei er "sehr zuversichtlich", sagte Aiwanger. "Die Inzidenzwerte gehen deutlich zurück und die Anzeichen mehren sich, dass nun immer mehr Landkreise und die Gastronomie öffnen dürfen."

Die Landkreise und kreisfreien Städte hatten mit Zustimmung des Gesundheitsministeriums die Öffnung ab Montag erlauben können, wenn sie am Freitag seit fünf Tagen eine stabile Inzidenz unter 100 aufgewiesen hatten.

Die nächsten Landkreise und Städte stehen bereits in den Startlöchern. Unter anderem will die Landeshauptstadt München ab Mittwoch öffnen. Der Wetterbericht für den Tag ist allerdings deutlich schlechter als am Montag.

13 Städte und Landkreise dürfen öffnen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50) sieht die Öffnungen als Zeichen für mehr Normalität im Alltag. (Archiv)
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50) sieht die Öffnungen als Zeichen für mehr Normalität im Alltag. (Archiv)  © Lino Mirgeler/dpa

Dehoga-Präsidentin Angela Inselkammer sagte: "Für Wirte und Gäste ist das gleichermaßen ein Moment zum Aufatmen. Nach Monaten des Wartens ist das der erste Schritt zurück ins Leben."

Der Verband forderte allerdings weitere Öffnungsschritte. "Wir müssen schnellstmöglich wieder den Weg zu mehr Normalität ohne Tests wie in der Phase nach dem ersten Lockdown wagen", sagte Inselkammer.

Darüber, in wie vielen Landkreisen und kreisfreien Städten die Öffnung erlaubt war, herrschte aber zunächst Verwirrung. So sprach Aiwanger am Montag von 14, eine vom Gesundheitsministerium veröffentlichte Liste führte allerdings nur Genehmigungen für 13 Städte und Landkreise auf.

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Darunter waren die Städte Schwabach, Bamberg, Passau und Erlangen sowie die Kreise Landsberg am Lech, Starnberg, Würzburg, Tirschenreuth, Kitzingen, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Lindau und Garmisch Partenkirchen.

Allerdings hatte auch die kreisfreie Stadt Weiden, die nicht auf der Liste des Gesundheitsministeriums stand, bereits am Freitag in ihrem Amtsblatt die Öffnung zum Montag veröffentlicht - noch ohne Genehmigung aus dem Gesundheitsministerium.

Dies sei ein Versehen gewesen, sagte ein Sprecher. Der Antrag sei nachgereicht worden. Die Außengastronomie sei aber geöffnet. Weiden lag am Montag den 14. Tag in Folge bei einer Inzidenz unter 100.

Update, 21.32 Uhr: Das Ministerium hat Genehmigungen für weitere Kreise erteilt

Am Montag waren insgesamt 19 Anträge genehmigt. Neben den 14 genannten sind das noch Stadt und Landkreis München, Stadt und Landkreis Würzburg und der Landkreis Eichstätt.

Die Anträge der Kreise Berchtesgadener Land, Erding und Main-Spessart seien noch in Bearbeitung, hieß es am Montag.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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