Romanes eunt domus: "Das Leben des Brian" kommt auf die Bühne

München - Es ist das vielleicht bekannteste Filmwerk der britischen Comedy-Combo "Monty Python" und ein Klassiker der Popkultur - noch heute: "Das Leben des Brian" aus dem Jahre 1979.

"Menschen, genannt Romanus, gehen die Bühne?": Die Vorbereitungen zur Premiere von "Das Leben des Brian" neigen sich dem Ende.
"Menschen, genannt Romanus, gehen die Bühne?": Die Vorbereitungen zur Premiere von "Das Leben des Brian" neigen sich dem Ende.  © Christian POGO Zach/Staatstheater am Gärtnerplatz/dpa

42 Jahre später feiert die Bühnen-Adaption des Kult-Films seine deutsche Erstaufführung.

Die Geschichte beginnt mit einem kleinen Jungen, der im Jahre Null in einem Stall in Bethlehem zur Welt kommt und von drei Weisen aus dem Morgenland empfangen wird.

Eine dumme Verwechslung, denn die drei wollten eigentlich zu einem benachbarten Stall, wo gerade Jesus Christus das Licht der Welt erblickte.

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Gut 30 Jahre später ist Brian alles andere als ein Heiland, auch wenn er von manchen dafür gehalten wird - worauf er aber gleich so gar keine Lust hat.

Im Kampf gegen die römischen Besatzer schließt er sich sogar einer Rebellengruppe an: Der Volksfront von Judäa. Doch es kommt zur Verurteilung. Kreuzigung - aber nach Vorschrift. Zur Türe raus, linke Reihe anstellen, jeder nur ein Kreuz.

"Das Leben des Brian" ist vollgepackt mit Zitaten und Referenzen, die noch heute in den Köpfen - nicht nur von Fans - fest verankert sind. Und ab dieser Woche kann man das alles noch einmal live erleben.

Jesus-Parodie sorgt seit Jahrzehnten für Diskussionen

Die Comedy-Truppe "Monty Python" ist unter anderem für Kult-Komödien wie "Das Leben des Brian" verantwortlich. (Archiv)
Die Comedy-Truppe "Monty Python" ist unter anderem für Kult-Komödien wie "Das Leben des Brian" verantwortlich. (Archiv)  © dpa/EPA/Daniel Leal-Olivas

Seit 2007 gibt es bereits eine Bühnen-Fassung der britisch-schwarzhumorigen Jesus-Parodie. Allerdings nicht auf Deutsch.

Ausgerechnet im so sehr christlich geprägten Freistaat Bayern soll das Werk - das vor allem an religiösen Festtagen immer wieder zu Diskussionen führt und in manchen Ländern wegen Blasphemie früher verboten war - diese Mauer durchbrechen.

Am 15. Juli soll sich das nun ändern. "Mit viel Musik von Country über Pop bis Broadway haben Eric Idle und John Du Prez den Kultfilm von 1979 für die Live-Bühne in ein 'Komisches Oratorium' verwandelt", verspricht das Gärtnerplatztheater in München auf seiner Homepage.

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Für die Premiere sind trotz neuem Ticket-Kontingents nur noch Restkarten übrig. Auch für die Aufführung am 21. Juli sollte man sich beeilen, wenn man sich Karten sichern möchte.

Wer nun doch leer ausgeht, findet Trost bei den Streaming-Anbietern Prime Video und Netflix. Sie haben "Das Leben des Brian" im Abo-Angebot. Spalter.

Titelfoto: dpa/EPA/Daniel Leal-Olivas

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