Kurioser Fund in Gepäckstücken: Familie kommt aus Karibik und geht dem Zoll ins Netz

München - Es ist ein Fund, der wohl eher Seltenheitswert hat: Rund sieben Kilogramm Korallen haben bayerische Zollbeamte in den Gepäckstücken einer sechsköpfigen Familie entdeckt. Diese war zuvor aus der Karibik eingereist.

Die Zollbeamten hatten den richtigen Riecher: Die Kontrolle einer Familie hat einen Fund, der wohl Seltenheitswert hat, zutage gefördert. (Symbolbild)
Die Zollbeamten hatten den richtigen Riecher: Die Kontrolle einer Familie hat einen Fund, der wohl Seltenheitswert hat, zutage gefördert. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Wie das Hauptzollamt München am Freitagmorgen mitteilte, hatten Zöllnerinnen mehrere Tüten mit insgesamt 80 Korallenbruchstücken entdeckt.

"Die Familie gab an, dass die Korallen in Massen am Strand gelegen hätten und sie dort aufgesammelt hatten. Auf Nachfragen der Beamtin gab die Familie an, dass sie ja stark für den Tierschutz wäre, aber dass tote Tiere geschützt wären, wusste sie nicht", erklärte die zuständige Sprecherin Marie Müller.

"Bei der Mitnahme von artengeschützten Tieren, Pflanzen oder daraus hergestellten Gegenständen versteht der Zoll keinen Spaß", führte Müller weiter aus: "Es drohen nicht nur die Beschlagnahme, sondern auch die Verhängung einer Geldstrafe."

Wie das Hauptzollamt hierzu verdeutlichte, könnten ausgestopfte Tiere, Gegenstände, die aus Tierteilen hergestellt wurden, oder durch ihre Fremdartigkeit faszinierend wirkende Pflanzen auf viele Menschen durchaus eine große Anziehungskraft ausüben.

Es sei allerdings äußerste Vorsicht geboten, denn möglicherweise stünden diese Tiere oder Pflanzen unter Artenschutz.

Das gelte auch, wenn eben jene bereits tot oder lediglich noch Teile vorhanden seien.

Rund sieben Kilogramm Korallen haben bayerische Zollbeamte in den Gepäckstücken einer sechsköpfigen Familie entdeckt.
Rund sieben Kilogramm Korallen haben bayerische Zollbeamte in den Gepäckstücken einer sechsköpfigen Familie entdeckt.  © Zoll

Artenschutz im Urlaub: Zollverwaltung und Bundesamt für Naturschutz bieten Informationsmöglichkeit

Die Zollverwaltung und das Bundesamt für Naturschutz bieten im Zuge der Aktion "Artenschutz im Urlaub" eine wichtige Informationsmöglichkeit für Reisende an, mit welcher im Zuge des Urlaubs festgestellt werden kann, "welche geschützten Tiere und Pflanzen sowie Erzeugnisse daraus Ihnen in den verschiedenen Urlaubsländern zum Kauf angeboten werden könnten".

Bei Fragen in Zweifelsfällen könne man sich zudem an das Bundesamt für Naturschutz wenden. Denn: Der Zoll hat im Bereich Artenschutz nur eine Mitwirkung - die federführende Zuständigkeit liegt beim Bundesamt für Naturschutz.

Titelfoto: Montage: Boris Roessler/dpa, Zoll

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