Kurz vor Abitur: Schülersprecher kritisiert Prüfungsbedingungen

München - In Zeiten der Coronavirus-Krise ist kaum noch etwas "normal": Kurz vor Beginn der Abiturprüfungen hat Bayerns Landesschülersprecher Moritz Meusel (18) entsprechend die schwierigen Prüfungsbedingungen kritisiert.

Der organisatorische Aufwand für Lehrer und Schüler sei in Zeiten der Coronavirus-Pandemie überaus gewaltig. (Symbolbild)
Der organisatorische Aufwand für Lehrer und Schüler sei in Zeiten der Coronavirus-Pandemie überaus gewaltig. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

So müssten die Schulen bei den schriftlichen Prüfungen Räume für Getestete, Ungeteste und Abiturienten in Quarantäne vorhalten, sagte Meusel hierzu im Interview mit dem Sender Bayern 2.

Der organisatorische Aufwand für Lehrer und Schüler sei demnach überaus gewaltig.

Auch bemängelte der 18-Jährige in dem Interview, dass Schülerinnen und Schüler, die aufgrund hoher Inzidenzwerte monatelang im Fernunterricht waren, wesentlich schlechter auf das Abitur vorbereitet worden seien als diejenigen, die lange in die Schule gehen konnten.

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Schüler aus ärmeren Familien seien ferner noch zusätzlich benachteiligt gewesen, weil sie sich keine Nachhilfe leisten konnten.

Außerdem kritisierte der aus dem Landkreis Bamberg stammende Meusel, dass der Lernstoff für das Abitur trotz der schwierigen Situation kaum reduziert worden sei: "Es gab ein bisschen Zeit on top, es wurde insgesamt ein bisschen Stoff gestrichen, aber für uns ist es deutlich zu wenig."

Die Corona-Pandemie hat Bayern auch weiterhin fest im Griff, wenngleich Lockerungen der Maßnahmen erfolgen.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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