Geflügelpest bedroht Zoos: So reagiert der Münchner Tierpark Hellabrunn

München/Nürnberg - Wegen der Geflügelpest sind im Tierpark Hellabrunn und im Tiergarten Nürnberg einige Vogelarten vorübergehend nicht für die Besucher zugänglich.

Die Großvoliere im Tierpark Hellabrunn wird nun für Besucher geschlossen.
Die Großvoliere im Tierpark Hellabrunn wird nun für Besucher geschlossen.  © Peter Kneffel/dpa

Es handele sich etwa um Laufvögel und die Tiere in der Großvoliere, teilte der Tierpark Hellabrunn am Donnerstag mit. Es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Bei den Gänsen werde eine Netzabhängung vor dem Stall angebracht - somit könnten die Tiere nach draußen, seien jedoch vor äußeren Einflüssen geschützt.

"Wir haben rund 570 Vögel in 74 Arten, viele davon sind sehr selten", sagte Tierpark-Direktor Rasem Baban laut Mitteilung.

"Da sich die Zugvogelsaison - und somit die Hochrisikophase der Verbreitung der Aviären Influenza - bereits dem Ende neigt, sind die aktuellen Maßnahmen hoffentlich von nicht allzu langer Dauer."

Bisher gebe es keine Anzeichen auf die für den Menschen ungefährliche Geflügelpest im Tierpark, hieß es.

Bereits seit Herbst hat der Zoo nach eigenen Angaben die Desinfektions- und Hygienemaßnahmen in den betreffenden Bereichen verschärft.

Auch Tiergarten Nürnberg reagiert auf die Bedrohung von außen

Auch im Tiergarten Nürnberg ist bislang noch kein Fall von Vogelgrippe aufgetreten, wie Zoo-Sprecherin Nicola A. Mögel erläuterte. Dennoch seien in Absprache mit dem zuständigen Veterinäramt entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen worden.

Dazu gehören laut Mögel zum Beispiel die Aufstallung von Hühnern und Wassergeflügel. Außerdem verbleiben die Pelikane in ihrem Winterquartier.

"Derzeit brütende Greifvögel lassen wir bislang noch in ihren Volieren. Auch die Pinguine bleiben auf der Anlage", berichtete Mögel. Auf Veränderungen werde kurzfristig reagiert.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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