Mehr Gewalt gegen Polizisten: Minister stellt traurige Zahlen für Bayern vor

Nürnberg - Schläge, Tritte oder auch verbale Anfeindungen? Das gehört oft zum Alltag bei der Polizei! Im Jahr 2020 gab es erneut einen traurigen Rekord bei den Angriffen auf Polizistinnen und Polizisten.

Im Jahr 2020 gab es im Freistaat Bayern erneut einen traurigen Rekord bei den Angriffen auf Polizistinnen und Polizisten. (Symbolbild)
Im Jahr 2020 gab es im Freistaat Bayern erneut einen traurigen Rekord bei den Angriffen auf Polizistinnen und Polizisten. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Die Gewalt gegen die Beamten ist im vergangenen Jahr in Bayern weiter gestiegen. So seien es gut 200 Beamte mehr gewesen, die bei Angriffen verletzt worden seien als im Vorjahr, sagte ein Sprecher des Innenministeriums im Hinblick auf die Entwicklung.

Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) wird am Montagvormittag bei einer Pressekonferenz (11 Uhr) die Zahlen zu den gewalttätigen und verbalen Übergriffen auf die Polizei im vergangenen Jahr veröffentlichen.

Justizminister Georg Eisenreich (50, CSU) wird sich in der Landeshauptstadt München zudem zu den ersten Erfahrungen mit schnelleren Strafen bei Gewalt gegen Polizeibeamte äußern.

2019 hatte die Zahl der Gewalttaten gegen Polizistinnen und Polizisten nach Angaben des Innenministeriums einen bisherigen Höchststand erreicht: 7959 verbale und körperliche Attacken gab es demnach auf die Einsatzkräfte - und damit 3,5 Prozent mehr als 2018. Die körperliche Gewalt überwog dabei deutlich mit rund 4501 Fällen.

Dabei wurden 2599 Polizistinnen und Polizisten verletzt.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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