Viruskrise macht die Molkereien nervös: Geschäfte kommen zum Erliegen

München - Die Corona-Krise führt zu Verwerfungen auf dem Milchmarkt. 

In vielen Bereich kam das Geschäft der Molkereien zum Erliegen. (Symbolbild)
In vielen Bereich kam das Geschäft der Molkereien zum Erliegen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Während die Molkereien Mühe haben, die stark gestiegene Nachfrage in den Supermärkten zu bedienen, stottert der Export, das Geschäft mit der Gastronomie und gewerblichen Kunden ist weitgehend zum Erliegen gekommen. 

Auf die Milchbauern kommen deswegen sinkende Preise zu, obwohl die Bürger derzeit rekordverdächtige Mengen an Milch und Milchprodukten kaufen, wie in der Branche berichtet wird. 

"Wir haben eine extreme Änderung der Warenströme innerhalb sehr kurzer Zeit", sagte Hans-Jürgen Seufferlein, der Direktor des Verbands der Milcherzeuger Bayern.

"Die Aufträge seitens des Lebensmitteleinzelhandels (im Inland) sind aktuell doppelt so hoch wie in einer "normalen" Woche um diese Zeit", sagte Oliver Bartelt, der Sprecher des Deutschen Milchkontors (DMK) in Bremen, der größten deutschen Molkereigenossenschaft.

Verbrauch der Gastronomie geht Richtung null

Die Kunden kaufen demnach vor allem haltbare Milch und Sahne sowie Butter und Käse. "Alle weiteren Segmente verzeichnen aber ebenfalls deutliche Anstiege - teilweise wird die dreifache Wochenmenge bestellt", sagte Bartelt. Die aktuelle Liefermenge bei DMK liegt demnach derzeit 40 Prozent über Durchschnitt.

Doch die Gastronomie kauft deutschlandweit quasi nichts mehr, und der Verkauf ins Ausland ist derzeit ebenfalls sehr schwierig.

Alle weiteren Informationen zu aktuellen Entwicklungen findet ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++ oder (speziell für Bayern) im +++ Coronavirus-Bayern-Ticker +++

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0