Mit 35 fetten Luxus-Schlitten durch Europa: Polizei stoppt Autorennen in München

München - Mit Lamborghini, Ferrari und teuren Audis wollten die Teilnehmer eines Autorennens quer durch Europa fahren - in München war damit erst mal Schluss. 

In München war das Rennen mit den Luxus-Autos vorbei. (Symbolbild)
In München war das Rennen mit den Luxus-Autos vorbei. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Die insgesamt 35 Sportwagen fielen einer Polizeistreife vor einem Münchner Hotel auf, diese leitete Kontrollen ein und stoppte somit das internationale Autorennen.

"Grundsätzlich darf man sich schon treffen und gemeinsam durch Europa fahren", sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. 

Einige Regeln gebe es jedoch und gegen diese hätten die internationalen Teilnehmer verstoßen. Bei den 35 Fahrzeugen seien bei der Kontrolle am Dienstag rund 30 Mängel festgestellt worden. 

Die Autos hätten teils abgedunkelte Scheinwerfer oder keine Kennzeichen gehabt. Diese Mängel mussten die Fahrer vor der Weiterfahrt beseitigen. "Schon allein durch die Überprüfung hat sich das Rennen vorerst aufgelöst", sagte der Sprecher. 

Da man nicht alle Autos gleichzeitig habe überprüfen können, konnten die Teilnehmer nicht gemeinsam losfahren. Bei der Kontrolle standen einige Teilnehmer zudem unter Drogen, ihre Weiterfahrt wurde zunächst untersagt.

Illegales Autorennen durch Europa endet in München

Illegale Autorennen gelten in Deutschland als Straftat. (Symbolbild)
Illegale Autorennen gelten in Deutschland als Straftat. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Inzwischen seien alle weitergefahren. Auf ihrer Strecke wollen die Teilnehmer von London über Frankreich, Italien, Österreich, Deutschland und wieder zurück fahren. 

Der britische Veranstalter "Cannon Run" wirbt auf der Website mit Luxus-Reisen und organisierten Touren durch Großbritannien und Europa. 

Gegen den 29 Jahre alten Veranstalter wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Das Rennen bezeichnete die Polizei als "nicht genehmigungsfähig". Die Regierung von Oberbayern habe beschlossen, das Rennen zu verbieten, teilte der Sprecher der Polizei weiter mit.

Seit Herbst 2017 gelten illegale Autorennen in Deutschland als Straftat. Dieser Straftatbestand ermöglicht es den Behörden, gegen die Teilnehmer strenger vorgehen zu können.

In Bayern hat die Polizei in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 485 illegale Rennen registriert. 2019 verurteilten bayerische Gerichte 40 Menschen wegen der Teilnahme an illegalen Autorennen. 

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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