"7 Death of Maria Callas": Für dieses Projekt werden die Regeln in München gelockert

München - Für einen Pilotversuch werden im September bei der Bayerischen Staatsoper in München die bisherigen Corona-Beschränkungen teils aufgehoben. 

Die Performance-Künstlerin Marina Abramovic (73) agiert im Nationaltheater während einer Fotoprobe für das Stück "7 Death of Maria Callas" auf der Bühne.
Die Performance-Künstlerin Marina Abramovic (73) agiert im Nationaltheater während einer Fotoprobe für das Stück "7 Death of Maria Callas" auf der Bühne.  © Sven Hoppe/dpa

Wie das Kunstministerium am Montag mitteilte, dürfen bei dem Versuch bis zu 500 Besucher auf gekennzeichneten Plätzen der 2000 Sitze den Aufführungen folgen. Das Projekt startet diesen Dienstag.

Bislang sind in Bayern wegen der Corona-Pandemie maximal 200 Zuschauer bei Kulturveranstaltungen erlaubt. Die Staatsoper kündigte deswegen an, nun kurzfristig 300 weitere Karten pro Aufführung in den Vorverkauf zu geben. 

Der Verkauf beginnt am 1. September um 10 Uhr am Schalter, über Telefon oder online >>hier über den Spielplan

"Mit dem Pilotversuch an der Bayerischen Staatsoper loten wir unsere Möglichkeiten hinsichtlich höherer Besucherzahlen bei kulturellen Veranstaltungen und dem verantwortungsvollen Umgang mit dem Corona-Virus aus", sagte Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU). 

Der Modellversuch im Nationaltheater in München wurde gemeinsam vom Kunst- und dem Gesundheitsministerium angestoßen. Auf Grundlage der Erkenntnisse des rund vierwöchigen Versuchs soll dann über weitere Schritte entschieden werden.

Uraufführung von Marina Abramović mit Willem Dafoe in München

Die Performance-Künstlerin Marina Abramovic (r.) und die Sängerin Kiandra Howarth während einer Fotoprobe für das Stück "7 Death of Maria Callas" auf der Bühne.
Die Performance-Künstlerin Marina Abramovic (r.) und die Sängerin Kiandra Howarth während einer Fotoprobe für das Stück "7 Death of Maria Callas" auf der Bühne.  © Sven Hoppe/dpa

Mit der Uraufführung "7 Deaths of Maria Callas" der Performance-Künstlerin Marina Abramović startet die Bayerische Staatsoper in München am Dienstag (20 Uhr) in die neue Spielzeit. 

"Es geht um das Sterben an einem gebrochenen Herzen, um den Tod aus Liebe", hatte Abramović, die seit ihrer Kindheit für die Operndiva schwärmt, zuvor erklärt. 

Die Künstlerin hat für ihr Projekt mit dem US-Schauspieler Willem Dafoe ("Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit") sieben Filme gedreht, in denen sie Bühnentode aus Opern wie "Carmen" oder "La traviata" sterben wird.

Wenn es am Ende um den realen Tod der berühmten Sopranistin geht, werde Abramović selbst auf der Bühne stehen, teilte die Staatsoper mit. Die musikalische Leitung hat Yoel Gamzou.

Die Arien stammen aus Werken von Vincenzo Bellini, Georges Bizet, Gaetano Donizetti, Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi. Zudem hat Marko Nikodijević eigene Musik komponiert. Eigentlich sollte das Opernprojekt bereits im April groß gefeiert werden. Weil das Haus wegen der Corona-Pandemie aber in dieser Zeit geschlossen war, wurde die Uraufführung verschoben.

Wer kein Ticket ergattern konnte, kann sich "7 Deaths of Maria Callas" auch von zu Hause aus ansehen. Am Samstag (5. September) um 18.30 Uhr wird die Vorstellung kostenlos auf staatsoper.tv übertragen sowie auf BR-Klassik Concert und Arte Concert. 

Anschließend ist sie zudem etwa einen Monat lang als Video on demand verfügbar.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa, Sven Hoppe/dpa 

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