"aufgeMUCkt": Bürger wollen kein Geld mehr in Münchner Flughafen stecken

München - Der Bund Naturschutz (BN) und das Aktionsbündnis "aufgeMUCkt" haben am Donnerstag dem Landtag eine Petition gegen Zahlungen des Freistaates an den Flughafen München übergeben. 

Wenn es nach dem Aktionsbündnis geht, soll der Staat kein Geld mehr in den Münchner Flughafen stecken.
Wenn es nach dem Aktionsbündnis geht, soll der Staat kein Geld mehr in den Münchner Flughafen stecken.  © Peter Kneffel/dpa

Die Petition unter der Überschrift "Sofortige Einstellung des Förderprogramms der Flughafen München GmbH für Flugverbindungen", unterzeichneten nach Angaben der Organisatoren mehr als 25.500 Menschen. 

Sie setzten damit ein Zeichen, dass der Bevölkerung Klimaschutz wichtiger sei als das Wachstum am Flughafen, sagte "aufgeMUCkt"-Sprecher Christian Magerl. Es gehe um Klimaschutz statt gekauftem Wachstum.

"Wir erwarten, dass der Landtag den Bürgerwillen ernst nimmt und die Subventionierung von Flugverkehr und die Extra-Subventionierung am Flughafen München durch bayerische Steuergelder schleunigst beendet", sagte Richard Mergner, Landesvorsitzender des BN.

"Klimaschädlichste Form der Fortbewegung": Petition unterstützt Klimaschutz statt Wachstum

Die Förderung des Luftverkehrswachstums widerspreche den Zielsetzungen des Freistaates zum Klimaschutz und dem Pariser Klimaschutz-Abkommen. "Fliegen ist die klimaschädlichste Form der Fortbewegung und muss endlich einen wahren Preis bekommen."

Die Flughafen München habe unter verschiedenen Bezeichnungen seit 1994 über 400 Millionen Euro an Subventionen an Fluggesellschaften bezahlt. 2019 seien es allein 25 Millionen Euro gewesen. Ziel sei die Förderung des Luftverkehrswachstums am Flughafen München gewesen.

Durch die Zahlungen hätten Billigfluglinien Flugtickets zu Dumpingpreisen anbieten können. "Sie wurden damit an den Flughafen München gelockt, während die FMG gleichzeitig einen vermeintlichen Bedarf für eine dritte Startbahn beschwor", kritisierte Christine Margraf, Landesbeauftragte des BN.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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