Masken, Lüften und Abstand halten: So geht das neue Schuljahr in Bayern los

München - Für knapp 1,7 Millionen Schülerinnen und Schüler beginnt an diesem Dienstag das neue Schuljahr. 

Die Schule beginnt in Bayern unter denkwürdigen Umständen. (Symbolbild)
Die Schule beginnt in Bayern unter denkwürdigen Umständen. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Zwar sollen nun alle Jahrgangsstufen wieder regulär nach Lehrplan unterrichtet werden, doch ist an Normalität noch immer nicht zu denken. 

Im Gegenteil: Erstmals in der Geschichte des Freistaats müssen alle Kinder und Jugendlichen ab der fünften Klasse mit Mundschutz im Unterricht sitzen. Vorerst zwar nur für die ersten neun Schultage - doch viele Regelungen zur Bekämpfung des Coronavirus gelten bis auf Weiteres.

Die rund 6200 Schulen in Bayern mussten dazu Hygienekonzepte ausarbeiten. 

Sie sehen unter anderem vor, dass die Schülerinnen und Schüler in festen Klassenverbünden zusammenbleiben und zu Kindern anderer Klassen mindestens 1,50 Meter Abstand halten. Auf den Gängen und Toiletten müssen selbst die Erstklässler ohne Ausnahme Masken tragen, Hände sollen regelmäßig gewaschen, die Räume gelüftet werden.

Außerdem hat das Kultusministerium einen Stufenplan ausgearbeitet, der greift, wenn die Infektionszahlen in einem Landkreis steigen. Sollte der Grenzwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten werden, müssen alle Schüler der weiterführenden Schulen auch am Sitzplatz im Unterricht wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Bei mehr als 50 Neuinfektionen gilt dies dann auch für Grundschüler.

Erkältete Kinder sollen nicht zur Schule gehen

Schüler und Schülerinnen einer 12. Klasse nehmen am Unterricht teil und tragen Mundschutze. (Symbolbild)
Schüler und Schülerinnen einer 12. Klasse nehmen am Unterricht teil und tragen Mundschutze. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Zudem wird in diesem Fall der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern im Klassenzimmer wieder eingeführt, was in der Regel aufgrund der baulichen Beschränkungen dazu führen wird, dass die Klassen geteilt und wochenweise im Wechsel zu Hause und in der Schule unterrichtet werden. 

Allerdings können Gesundheitsamt und Schulaufsicht von dieser Vorgabe auch abweichen, wenn der Anstieg der Infektionen etwa auf einzelne Gemeinden beschränkt ist.

Das Kultusministerium hat sich bereits auf den erneuten, zumindest vorübergehenden Wechsel in den Distanzunterricht eingestellt. 

Jeder Tag soll dann mit einem virtuellen Startschuss beginnen und so Struktur in den Lerntag bringen. Die Schüler sind zur aktiven Teilnahme verpflichtet, müssen sowohl Hausaufgaben machen als auch gegebenenfalls mündliche Prüfungen ablegen. 

Die Lehrer wiederum sind zu festgelegten Zeiten für sie erreichbar und müssen kontinuierlich Rückmeldung geben.

Steigen dürfte im Schuljahr 2020/21 die Anzahl der krankheitsbedingten Fehltage. "Mit Erkältungskrankheiten soll man nicht in die Schule gehen", machte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) schon im Vorfeld klar. Bei leichten Symptomen wie Schnupfen und gelegentlichem Husten dürfen die Kinder und Jugendlichen erst dann in die Schule, wenn sie binnen 24 Stunden kein Fieber entwickelt haben - wobei bei den Grundschülern eine Ausnahme gemacht wird. 

Kranke Kinder mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall müssen auf jeden Fall zu Hause bleiben.

Titelfoto: Montage: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa, Sven Hoppe/dpa

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