Trotz Verbots Brüste operiert? Münchner Beauty-Doc sieht seine Strafe nicht ein

München – Weil er trotz Verbots Nasen und Brüste operiert haben soll, hat ein Facharzt für plastische Chirurgie seine staatliche Zulassung (Approbation) verloren. 

Patienten sollen in der Praxis des Arztes nicht sicher gewesen sein. (Symbolbild)
Patienten sollen in der Praxis des Arztes nicht sicher gewesen sein. (Symbolbild)  © iakovenko/ 123RF

Dagegen klagte er am Montag vor dem Münchner Verwaltungsgericht. Behörden zufolge hatte er 80 Patienten mit unsachgemäßen Eingriffen geschädigt.

Das Münchner Gesundheitsamt und die Gewerbeaufsicht werfen dem Arzt Verstöße gegen Vorsorge- und Hygienevorschriften vor.

Er habe ohne erforderliche Anmeldung Operationen vorgenommen und in seiner Praxis sei die Sicherheit der Patienten nicht gewährleistet gewesen. 

Im Herbst des vergangenen Jahres wurde ihm die Approbation entzogen. Laut Gesundheitsamt laufen derzeit 80 strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn, in einem Fall außerdem wegen fahrlässiger Tötung.

Der Kläger argumentierte vor Gericht, er habe stets versucht, alle Auflagen einzuhalten. Die Richter entschieden in der Hauptverhandlung, das Verfahren schriftlich weiterzuführen. Ein Urteil soll erst einige Zeit später fallen.

Titelfoto: iakovenko/ 123RF

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