FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr: Verkehrsverbünde überrascht

München - Die bayerischen Verkehrsverbünde sind von der ab Montag geltenden Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr überrascht worden.

Eine Frau wartet an einer Haltestelle auf eine Straßenbahn. In Bayern gilt vom kommenden Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel.
Eine Frau wartet an einer Haltestelle auf eine Straßenbahn. In Bayern gilt vom kommenden Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel.  © Sven Hoppe/dpa

"Alle bisherigen Studien haben nachgewiesen, dass der ÖPNV sicher ist", sagte Burkhard Hüttl vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen Bayern am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

"Von daher wird eine hohe Sicherheit jetzt noch weiter erhöht - dem verschließen wir uns natürlich nicht."

Allerdings: "Wir sind vorher dazu nicht angehört worden", sagte Hüttl. Daher würden sich nun Umsetzungsfragen stellen. Hüttl zufolge trägt schon jetzt ein signifikanter Anteil der Fahrgäste FFP2-Masken in Bussen und Bahnen.

Generell werde die Maskenpflicht zu über 95 Prozent eingehalten.

Manfred Rupp vom Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) gab zu bedenken, dass die am Dienstag vom Kabinett beschlossene Pflicht zum Tragen von Masken mit höherer Schutzwirkung den Rückschluss zulasse, dass der öffentliche Personennahverkehr eine Hauptansteckungsquelle sei.

Dabei sprächen viele Faktoren dafür, dass das Infektionsrisiko nicht allzu hoch sei, etwa die oft nur kurze Verweildauer der Fahrgäste, der Luftaustausch an allen Haltestellen und die nur durchschnittlichen Infektionsraten der Kontrolleure.

Einen weiteren Rückgang der Fahrgäste durch die angekündigte Verordnung erwarten die Verkehrsfachleute nicht. Wenn Arbeitnehmer im Homeoffice seien, Schüler zu Hause lernten und Fußballspiele etc. ausfielen, sei es klar, dass diese Fahrten nicht stattfänden, erläuterte Hüttl.

Die Stadtwerke München kündigten ihrem Sprecher Michael Silva zufolge ebenso wie andere Verkehrsbetriebe an, die Fahrgäste auf allen möglichen Kommunikationskanälen über die neue Regelung informieren zu wollen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

Mehr zum Thema München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0