Aktien-Drama: Globalwafers bangt um Übernahme von Wafer-Hersteller Siltronic

Hsinchu/München - Der taiwanesische Chip-Zulieferer Globalwafers bangt offenbar um den Erfolg der angestrebten Übernahme des deutschen Wafer-Herstellers Siltronic.

Ein Wafer (Halbleiterscheibe) in einem Labor. (Symbolbild)
Ein Wafer (Halbleiterscheibe) in einem Labor. (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Erst hatte der Konzern in den vergangenen Tagen den gebotenen Preis gleich zweimal aufgestockt auf nun 145 Euro je Aktie.

Am Montag senkte er laut einer Mitteilung die Mindestannahmeschwelle von 65 auf 50 Prozent und verlängerte die Annahmefrist um zwei Wochen bis zum 10. Februar.

Mit der reduzierten Annahmeschwelle seien zusätzliche 13,05 Prozent aller ausstehenden Aktien erforderlich, um sie zu erreichen, hieß es weiter.

Eine nochmalige Erhöhung des Gebots schließen die Taiwaner zumindest aktuell aus. Die 145 Euro stellten ein endgültiges Gebot dar, hieß es. Das Siltronic-Management steht hinter den Kaufplänen.

Viele Anleger sind aber skeptisch und sehen offenbar mehr Potenzial angesichts des zuletzt sehr schwungvollen Marktes für Computerchips, für die Siltronic die Basis herstellt.

Der Siltronic-Großaktionär Wacker Chemie hatte bereits Ende 2020 vertraglich zugesichert, seinen knapp 31 Prozent Anteil an Siltronic abzugeben.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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