Innenminister erklärt: Diese Sportarten könnten nun in Bayern erlaubt werden

München - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) hat einen vorsichtigen Wiedereinstieg in den Breitensport im Corona-Lockdown in Aussicht gestellt.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) setzt seinen Mund- Nasenschutz auf.
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) setzt seinen Mund- Nasenschutz auf.  © Matthias Balk/dpa

Er könne sich vorstellen, dass zunächst kontaktfreie Sportarten - darunter fallen etwa Golf oder Tennis - an der frischen Luft ausgeübt werden können, sagte Herrmann am Mittwoch im Innenausschuss des bayerischen Landtags.

"Das ist deutlich zu unterscheiden von einer Mannschaftssportart in einer geschlossenen Halle", sagte Herrmann.

"Wir müssen jetzt wirklich vorankommen, zumindest die einen oder anderen Angebote zu lockern", betonte der Minister. "Jetzt müssen wir abwarten, was die Ministerpräsidentenkonferenz produziert", sagte er.

Er könne sich vorstellen, dass es Spielräume für Lockerungen entsprechend der regionalen Inzidenzwerte geben könnte. Am Nachmittag wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ministerpräsidenten auch über die Frage des Breitensports beraten. Das bayerische Kabinett tagt am Donnerstag.

Herrmann erklärte, insbesondere für Kinder und Jugendliche sei die Wiederaufnahme von Sportangeboten wichtig - aus gesundheitlicher und gesellschaftlicher Perspektive.

"Kinder und Jugendliche brauchen ein bisschen Gruppencharakter", sagte der Innenminister.

Trainer und Übungsleiter bevorzugt impfen?

Er machte auch darauf aufmerksam, dass sportliche Betätigung und Fitness auch die Widerstandsfähigkeit gegen das Coronavirus erhöhen können. "Der Sport hat auch eine gesundheitliche Bedeutung", sagte Herrmann. Für sinnvoll erachte er, Trainer und Übungsleiter im Breitensport bevorzugt - ähnlich wie Lehrer und Erzieher - für eine Anti-Corona-Impfung zuzulassen.

Mehrere Mitglieder des Innenausschusses, darunter Katharina Schulze (Grüne) forderte weitgehende Öffnungen für den Breitensport vor allem für Kinder.

Wenn Tennis möglich sei, müssten auch auf anderen Sportplätzen zwei Personen miteinander Sport treiben dürfen, argumentierte sie.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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