"Internet-Poweruser": Bayern shoppen überdurchschnittlich häufig online

München - Die Bayern gehen laut einer aktuellen Studie im Auftrag der Staatsregierung überdurchschnittlich häufig in Internet auf Einkaufstour.

Das Symbol eines Warenkorbes steht auf der Webseite eines Internethändlers. In Bayern kauft man besonders gerne online ein. (Symbolbild)
Das Symbol eines Warenkorbes steht auf der Webseite eines Internethändlers. In Bayern kauft man besonders gerne online ein. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) gaben an, regelmäßig per Mausklick im Netz shoppen zu gehen und immerhin mehr als jeder Zweite (51 Prozent) greife gerne auf sogenannte On-Demand oder Streaming-Dienste zu.

Zum Vergleich: Bundesweit liegt die Zahl der regelmäßigen Internet-Einkäufer bei 68 Prozent, über Streaming-Angebote erfreuen sich 48 Prozent.

"Die Bayern sind Internet-Poweruser: aktiv, kompetent und aufgeschlossen", sagte Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach zu den Ergebnissen der Studie, welche die Initiative D21 im Auftrag ihres Ministeriums durchgeführt hatte.

Laut Studie nutzen 63 Prozent der Befragten in Bayern zudem Office-Programme, immerhin zwölf Prozent mehr als im deutschlandweiten Vergleich. Dagegen nutzt nur rund ein Viertel der Bayern (23 Prozent) regelmäßig Online-Verwaltungsdienstleistungen, deutschlandweit sind dies nur 19 Prozent.

"Die Bayern sind bei allen abgefragten Online-Anwendungen überdurchschnittlich aktiv – außer bei Gesundheits- und Fitnessanwendungen", sagte Gerlach. Vermutlich gingen die Menschen im Freistaat doch lieber im Spessart oder im Allgäu joggen. "Diese Technologieoffenheit in Bayern ist eine hervorragende Ausgangslage für die digitale Transformation."

D21-Geschäftsführerin Lena-Sophie Müller betonte, die überdurchschnittliche Nutzung spiegele sich auch in einer höheren Kompetenz der Bayern im Umgang mit digitalen Anwendungen wider. So hätten 83 Prozent angegeben, eine Internetrecherche durchführen zu können, 71 Prozent nutzen Virenschutzprogramme und immerhin noch 44 Prozent der Befragten könnten eine Videokonferenz einrichten.

Allerdings profitieren nicht alle in gleichem Maße von den digitalen Möglichkeiten. Laut Studie liegt der Grad der Digitalisierung bei über 65-Jährigen weit unter dem der 14- bis 29-Jährigen. Auch Frauen haben einen geringeren Digitalisierungsgrad als Männer.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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