München: Inzidenz fällt unter 50! Doch Lockdown-Lockerungen soll es nicht geben

München - In München ist der Corona-Inzidenzwert das erste Mal seit Monaten wieder unter die wichtige Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gesunken.

Ein Schild mit der Aufschrift "Maskenpflicht" ist am Marienplatz vor dem Alten Peter an einem Mast angebracht.
Ein Schild mit der Aufschrift "Maskenpflicht" ist am Marienplatz vor dem Alten Peter an einem Mast angebracht.  © Felix Hörhager/dpa

Doch die rund 1,5 Millionen Einwohner von Deutschlands drittgrößter Stadt können dennoch vorerst nicht auf schnelle Lockerungen des Lockdowns hoffen.

Der Wert lag in der bayerischen Landeshauptstadt am Donnerstagmorgen laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 48,0. "Erst wenn wir diesen Wert auch in den nächsten 7 Tagen halten, können wir über etwaige Lockerungen überhaupt nachdenken", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Dazu werde er sich eng mit der Staatsregierung abstimmen. Bayernweit gilt bis 14. Februar der Lockdown.

"Es ist erfreulich, dass die unterschiedlichen Maßnahmen ganz offenbar wirken, vor allem, weil sich die allermeisten Menschen auch daran halten. Deshalb liegen wir heute bei einer Inzidenz unter 50", sagte Reiter. "Das freut mich, weil es ein Schritt in Richtung mehr Normalität ist."

München hatte Ende September den Warnwert von 50 überschritten und lag seitdem nicht mehr darunter.

Auch Gesundheitsminister Holetschek macht wenig Hoffnung auf Lokcerungen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte am Donnerstag, dass das Ziel aus Sicht der Wissenschaft und der Regierung sei, sogar unter den Wert von 50 zu gelangen, "weil wir glauben, dass wir dann eine echte Perspektive erst entwickeln können, die nachhaltig auch Öffnungsszenarien trägt".

Im Moment könne er dies noch nicht erkennen - dazu müsse man die weitere Entwicklung der Lage abwarten, betonte Holetschek.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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