Krankenhäuser schlagen Alarm: Zweite Corona-Welle kaum durchzuhalten

München - Das Pflegepersonal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Bayerns schlägt angesichts der sich zuspitzenden Corona-Situation Alarm.

Ärzte und Pflegepersonal besprechen sich in einer Notaufnahme. (Symbolbild)
Ärzte und Pflegepersonal besprechen sich in einer Notaufnahme. (Symbolbild)  © Marcel Kusch/dpa

Die Belastung für die Pflegenden sei kaum noch zu ertragen. "Die ohnehin dünne Personaldecke führt schon heute dazu, dass Pflegende trotz Infektion weiterarbeiten müssen, um die Versorgung zu gewährleisten", heißt es in einer Mitteilung der Vereinigung der Pflegenden in Bayern

"Es steht zu befürchten, dass sie diese massivere zweite Coronawelle nicht mehr durchstehen werden."

Neben den körperlichen Problemen steht immer mehr die psychische Belastung im Fokus. Die Vereinigung sieht die Gefahr, dass psychisch wirksame Effekte in immer größerem Maß die Gesundheit von Pflegekräften nachhaltig beschädigen.

"Zwölf-Stunden-Schichten, ersatzlos gestrichene Pflegepersonaluntergrenzen und alles, was zu einer zusätzlichen Belastung des medizinischen Personals führt, muss genau wie das strikte Abriegeln von Pflegeeinrichtungen der Vergangenheit angehören", forderte der Präsident der Vereinigung, Georg Sigl-Lehner. 

Außerdem müsse dem Arbeits- und Gesundheitsschutz des Pflegepersonals absolute Priorität eingeräumt werden - sonst werde die Personaldecke noch dünner. Noch sei es dazu nicht zu spät, sagte Sigl-Lehner. 

"Wir stehen zum Beispiel mit einem Testkonzept auf Grundlage der Antigen-Schnelltests bereit, das wir zur Verfügung stellen können und das in vielen Einrichtungen helfen würde, auch das Gesundheitsrisiko für die Beschäftigten zu mindern", betonte er.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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