Milliarden-Loch! Verkehrsunternehmen fürchten Pleitewelle in Bayern

München - Die öffentlichen Verkehrsunternehmen in Bayern rufen wegen coronabedingter Einnahmeverluste von bis zu 1,1 Milliarden Euro nach Hilfe der Staatsregierung. 

Albert Füracker (52, CSU), Finanz- und Heimatminister von Bayern, soll den Unternehmen nun helfen.
Albert Füracker (52, CSU), Finanz- und Heimatminister von Bayern, soll den Unternehmen nun helfen.  © Sven Hoppe/dpa

Seit Mitte März 2020 verzeichneten die bayerischen Verkehrsunternehmen
Fahrgastrückgänge von bis zu neunzig Prozent, schreibt die bayerische Landesgruppe des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in einem Brandbrief an Finanzminister Albert Füracker (CSU).

Ohne staatliche Hilfe könnte das Finanzloch wegen einer befürchteten Pleitewelle in der Branche dazu führen, dass das öffentliche Verkehrsangebot in Bayern sich verschlechtert, warnen die Unternehmen in ihrem Schreiben. 

"Bereits auf mittlere Sicht ist die Situation existenzbedrohend", heißt es in dem Schreiben, das auch an die Landtagsfraktionen ging.

SPD-Umweltexperte Florian von Brunn forderte die Staatsregierung zum Handeln auf: "Jetzt muss auch die Staatsregierung handeln und dem öffentlichen Verkehr in Bayern finanziell kräftig unter die Arme greifen." 

Dazu gebe es aus sozialen und Klimaschutzgründen keine Alternative.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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