Mord an der Isar: DNA-Spur liefert neue Hinweise zum Täter

München - Fast sieben Jahre nach den tödlichen Messerstichen auf einen italienischen Radfahrer an der Isar haben die Ermittler neue Hinweise auf den Täter. 

Am späten Abend des 28.05.2013 wurde an der Stelle ein 31 Jahre alter Radfahrer von einem unbekannten Mann so schwer verletzt, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus starb.
Am späten Abend des 28.05.2013 wurde an der Stelle ein 31 Jahre alter Radfahrer von einem unbekannten Mann so schwer verletzt, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus starb.  © Peter Kneffel/dpa

Eine Untersuchung der am Tatort gefundenen DNA-Spuren ergab, dass der Täter aus dem europäischen Raum stammt und höchstwahrscheinlich braune Augen und Haare hat. 

Sein Alter zu bestimmen, sei wegen der wenigen DNA-Spuren jedoch nicht möglich gewesen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Sie suchten jetzt nach Zeugen, die am 28. Mai 2013 einen Mann beobachtet haben, der zu dieser Beschreibung passt.

Ein Unbekannter hatte an jenem Abend in der Münchner Innenstadt eine italienische Frau angespuckt, die auf einem Rad vorbeifuhr. Der Verlobte der Frau wollte den Mann zur Rede stellen. Da stach dieser mit einem Messer auf ihn ein. Die beiden Opfer wollten am Tag darauf zu ihren Familien nach Italien fliegen, um ihre Verlobung bekanntzugeben.

In den Jahren nach dem Mord hatten die Ermittler mehrere Tausend Menschen überprüft und DNA-Proben genommen. Auch zahlreiche Hinweise auf einen Beitrag in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" 2016 brachten keinen Durchbruch. 

Bei der Polizei gehen immer noch Hinweise zu der Tat ein, denen sie nach eigenen Angaben weiterhin akribisch nachgeht. "Es ist nach wie vor nicht auszuschließen, dass der Täter anlasslos ähnliche Taten verüben könnte", teilten die Ermittler mit.

Die Münchner Polizei verfolgt eine neue heiße Spur im Mordfall. (Symbolbild)
Die Münchner Polizei verfolgt eine neue heiße Spur im Mordfall. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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