Selbst ist der Katholik: Das passiert an Allerheiligen in Bayern

München - Katholiken im Freistaat begehen an diesem Sonntag Allerheiligen. 

Verschiedene Holz- und Metallkreuze sind auf einem Friedhof zu sehen. Allerheiligen ist ein katholisch christliches Fest, an dem aller Heiligen gedacht wird, an diesem Feiertag besuchen auch Familien die Gräber ihrer Verstorbenen.
Verschiedene Holz- und Metallkreuze sind auf einem Friedhof zu sehen. Allerheiligen ist ein katholisch christliches Fest, an dem aller Heiligen gedacht wird, an diesem Feiertag besuchen auch Familien die Gräber ihrer Verstorbenen.  © Angelika Warmuth/dpa

Normalerweise kommen zu diesem Feiertag Christen auf Friedhöfen zusammen, um ihrer Toten zu gedenken.

Auf vielen Friedhöfen finden dann Gedenkfeiern statt, Priester segnen die Gräber. Doch im Corona-Jahr 2020 ist alles anders: Die Gläubigen sollen in diesem Jahr die Gräber ihrer Angehörigen zu Allerheiligen selbst segnen.

"Die Gläubigen sollen ermutigt werden, selbst mit Weihwasser die Gräber zu segnen", hieß es Anfang Oktober in einer Erklärung der Freisinger Bischofskonferenz, der Zusammenkunft der bayerischen Bischöfe. 

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Für die Pfarreien gibt es eine Vorlage für ein Segensgebet, das die Gläubigen selbst am Grab ihrer Verstorbenen sprechen können.

Zwar beginnt der bundesweite Teil-Lockdown erst am Montag und damit am Tag nach Allerheiligen und außerdem sind Gottesdienste gemeinsam mit Demonstrationen die einzigen Veranstaltungen, die in Bayern im November auch danach noch erlaubt sind. 

Dennoch ist auch von den Gläubigen Kreativität gefragt: "Für Gottesdienste im Freien und den Gräbergang an Allerheiligen sollen technische Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden", hieß es in dem Papier der Freisinger Bischofskonferenz weiter. "Die Bischöfe ermutigen die Pfarrgemeinden, die besondere Prägung dieser Zeit zu leben und alle Möglichkeiten an Gottesdiensten und im Brauchtum auszuschöpfen."

Die generelle Beschränkung der Teilnehmerzahl für Gottesdienste im Freien sei mit Blick auf Allerheiligen aufgehoben worden, allerdings gelte es unbedingt, Risiken zu vermeiden, sagte der Generalvikar des Erzbistums München und Freising, Christoph Klingan.

Wenn es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich ist, dass die allgemeinen Abstandsregeln eingehalten werden könnten, müssten Masken getragen werden.

Titelfoto: Angelika Warmuth/dpa

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