Falschparker und Blitzer: So viel nimmt München durch Knöllchen ein

München - Das Auto im Parkverbot, um beim Bäcker etwas zu holen. Oder ein bisschen zu schnell unterwegs, um ja pünktlich zu einem Termin zu kommen: Solche Situationen haben oft einen Denkzettel zur Folge in Form eines Knöllchens.

Sogenannte "Knöllchen" sind eine gute Einnahmequelle für die Städte.
Sogenannte "Knöllchen" sind eine gute Einnahmequelle für die Städte.  © Bernd Wüstneck/dpa

Die Einnahmen durch Parkverstöße und geblitzte Autofahrer kommen oft den Kommunen in Bayern zugute. 

Sie lagen auch im vergangenen Jahr in Bayern wieder in Millionenhöhe, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

In der Landeshauptstadt München wurden den Angaben nach 2019 deutlich weniger Strafzettel verteilt als im Jahr zuvor. 

So seien auch die Einnahmen von knapp 10,3 Millionen auf rund 9,2 Millionen Euro gesunken. Auch die Einnahmen aus Radar-Kontrollen in Tempo-30-Zonen sind demnach leicht gesunken: von 1,9 auf 1,8 Millionen Euro.

In Würzburg ließen Schnellfahrer die Kassen klingeln. 

Bis zum 31. Oktober 2019 nahm die Stadt nach eigenen Angaben rund 650.000 Euro ein. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hätten die Einnahmen aus Radar-Strafen noch bei 390.000 Euro gelegen, hieß es. Für den enormen Anstieg gibt es jedoch einen guten Grund: Anfang 2019 wurde ein neues Blitzerfahrzeug in Betrieb genommen, wie die Stadt mitteilte.

Auch in Würzburg, Augsburg & Co. klingeln die Kassen bei Strafzettel

Die Zahlen in Augsburg haben sich im Vergleich zum Jahr zuvor kaum verändert. 2019 seien mit 54.180 Verstößen gegen die Tempolimits exakt zwei Fälle mehr als im Jahr 2018 registriert worden, teilte ein Sprecher mit. Die Anzahl der Knöllchen wegen Falschparkens habe sich 2019 auf rund 160.000 belaufen, ein Zuwachs im Vergleich zu 2018 um etwa 9000. Dieser Zuwachs hängt nach Vermutungen der Stadt Augsburg mit der kontinuierlich steigenden Einwohnerzahl zusammen.

In Straubing wurde 2019 weniger Personal zur Überwachung des Fließverkehrs eingesetzt. Daher gingen die Einnahmen den Angaben zufolge im Jahr 2019 auf ungefähr 130.000 Euro zurück, ein Minus von etwa 15.000 Euro im Vergleich zu 2018. Die Strafen für flasches Parken stiegen hingegen von 325.000 Euro im Jahr 2018 leicht auf 336.000 Euro im vergangenen Jahr an, wie ein Sprecher berichtete. 

In Traunstein wiederum blieben die Einnahmen aus Knöllchen im Vergleich zum Vorjahr laut Pressestelle mit rund 210.000 Euro ungefähr gleich. 

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa

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