Wegen Corona: München wandelt Straßen in Zonen für Fußgänger um

München - Schritt in die richtige Richtung: Die Stadt München will Fußgängern und Kindern wegen der Coronavirus-Pandemie, die Deutschland im Griff hat, zusätzliche verkehrsberuhigte Räume zur Verfügung stellen.

Die Stadt München will Fußgängern und Kindern zusätzliche verkehrsberuhigte Räume zur Verfügung stellen. (Symbolbild)
Die Stadt München will Fußgängern und Kindern zusätzliche verkehrsberuhigte Räume zur Verfügung stellen. (Symbolbild)  © Tobias Hase/dpa

Der Stadtrat beschloss mit großer Mehrheit, im Sommer ein Dutzend Straßen in der Millionenstadt zeitweise zu Fußgängerzonen, verkehrsberuhigten Bereichen oder Spielstraßen umzuwandeln.

In dem Beschlussantrag wurden die Maßnahmen damit begründet, dass aufgrund des neu entstandenen Bedarfes nach mehr Platz für die alltägliche Bewegung eine veränderte Strategie zur Aufteilung des öffentlichen Raums nötig sei. 

Bislang könnten Fußgänger die notwendigen Sicherheitsabstände oft nur schwer einhalten.

Den Bürgern sollen deswegen auf Anregung der grün-roten Rathauskoalition mehr Straßen zum Flanieren und zum Spielen zur Verfügung gestellt werden, um häufiger im Freien sein zu können. 

Die Initiatoren gehen davon aus, dass in den Sommerferien heuer weniger Münchner verreisen als in anderen Jahren. Der Stadtrat beschloss zunächst, an mehreren Stellen solche entsprechenden Fußgängerbereiche einzurichten.

Beispielsweise soll die Westenriederstraße neben dem Viktualienmarkt umgewandelt werden. Weitere Straßen sollen die Bezirksausschüsse in den Stadtteilen festlegen. Die Verwaltung geht davon aus, dass heuer in den Sommerferien zunächst insgesamt 10 bis 15 Straßen temporär umgewandelt werden können. Im Herbst soll dann darüber diskutiert werden, wie solche Projekte zu "Sommerstraßen" in künftigen Jahren umgesetzt werden können.

Titelfoto: Tobias Hase/dpa

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