Tausende Rückkehrer aus dem Urlaub absolvieren Corona-Test im Freistaat Bayern

München - Es ist ein erstes Zwischenfazit, zeigt aber, was viele erwartet: Am ersten Tag nach Einführung der Corona-Pflichttests für Rückkehrer aus Risikogebieten haben sich schon mehrere Tausend Menschen in Bayern testen lassen.

Eine Reisende lässt einen Coronavirus-Test machen. Die Einführung der verpflichtenden Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten gilt.
Eine Reisende lässt einen Coronavirus-Test machen. Die Einführung der verpflichtenden Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten gilt.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Allein am Flughafen München landeten bis zum Nachmittag des Samstags insgesamt 29 Maschinen aus Risikogebieten mit rund 1850 Passagieren, wie ein Sprecher sagte. Eine weitere Maschine aus dem Kosovo stand zu diesem Zeitpunkt noch aus.

Die ersten Flüge seien schon gegen 6.50 Uhr früh angekommen. "Die Reiserückkehrer haben sich alle bereitwillig testen lassen und wollten das auch. Manche hatten Zertifikate mit Testergebnissen dabei", sagte eine Sprecherin des zuständigen Gesundheitsministeriums im Freistaat Bayern.

Es sei gut und problemlos abgelaufen.

Die Tests, die für den einzelnen nur wenige Minuten dauern, werden an zwei Teststationen in den Terminals 1 und 2 von einem privaten Dienstleister im Auftrag des Landesamts für Gesundheit durchgeführt. Im Terminal 2, wo die meisten Flugzeuge aus Risikogebieten landen, nähmen die Passagiere ihr Gepäck in Empfang und würden dann direkt anschließend getestet, sagte der Flughafensprecher im Hinblick auf die Maßnahme.

Dagegen werden die Tests an den Grenzübergängen Passau, Kiefersfelden und Rosenheim sowie auf den Bahnhöfen München und Nürnberg von ehrenamtlichen Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes, des Malteser-Hilfsdiensts und anderer Hilfsorganisationen durchgeführt. Täglich seien aus diesem Grund 180 bis 250 Freiwillige im Einsatz, sagte ein BRK-Sprecher. 

Coronavirus-Pandemie: Tests in Bayern

Allein an der Donautal-Autobahn A3 bei Passau seien am Samstag bis zum Nachmittag mehr als 2400 Tests durchgeführt worden. Die Helfer müssten alle halbe Stunde ausgetauscht werden, weil sie in Vollschutzanzügen arbeiteten. 

Sie seien dann erschöpft und nassgeschwitzt, "wie in einem Skianzug und der prallen Sonne". 

Der Einsatz, dessen Ende aktuell keinesfalls absehbar ist, könne auf ehrenamtlicher Ebene so aber nicht weitergehen. Kommende Woche müsse die Arbeit an professionelle Dienstleister übergeben werden, sagte der Rotkreuz-Sprecher. Innenminister Joachim Herrmann (63, CSU) und BRK-Präsident Theo Zellner (71) wollen am Sonntag ab 15 Uhr am Nachmittag die Helfer an der Teststation Hochfelln-Nord an der Autobahn bei Rosenheim besuchen.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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