Verdi will Betriebsrat bei Wirecard gründen: Insolvenz bedroht 1500 Stellen

München - Die Gewerkschaft Verdi will für 1500 Wirecard-Beschäftigte in Aschheim bei München bis Oktober einen Betriebsrat auf die Beine stellen, der ihre Interessen im Insolvenzprozess vertritt. 

Verdi will sich nun für die Wirecard-Mitarbeiter einsetzten. (Symbolbild)
Verdi will sich nun für die Wirecard-Mitarbeiter einsetzten. (Symbolbild)  © Christophe Gateau/dpa

Gewerkschaftssekretär Kevin Voss sagte am Mittwoch: "Wir gehen davon aus, dass das Unternehmen im Paket verkauft wird." 

Es gebe Bieter, die den Zahlungsdienstleister samt der Töchter übernehmen wollen. Bei Kündigungen und Sozialplänen im Fall von Betriebsschließungen könne der Betriebsrat dann mitbestimmen.

Wirecard ist in einen milliardenschweren Betrugsskandal verwickelt und hat Insolvenz angemeldet. 

Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé arbeitet an einem Gutachten, welche Wirecard-Firmen fortgeführt werden können. 

Am Donnerstag sollen die Beschäftigten zweier Software-Töchter und der Wirecard-Bank in der Konzernzentrale in Aschheim Wahlvorstände bestimmen, die in den kommenden Wochen die Wahlen von Betriebsräten einläuten. 

Weltweit hat der Konzern rund 5800 Mitarbeiter.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

Mehr zum Thema München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0