"Maske muss sexy werden": Staat sollte laut Virologe zertifizierte Masken ausgeben

München - Der Virologe Oliver Keppler hat sich für eine Versorgung der Bevölkerung mit chirurgischen Mund-Nasenschutz-Masken ausgesprochen.

Ein medizinischer Mundschutz liegt in einer Apotheke. (Symbolbild)
Ein medizinischer Mundschutz liegt in einer Apotheke. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Er sei dafür, "dass der Bund oder die Ländern auch den Bürgern diese Masken finanzieren. Dass man sagt: Man gibt alle zwei Wochen drei Masken - so macht das zum Beispiel Taiwan - an seine Bürger aus", sagte er dem Bayerischen Rundfunk

Masken - insbesondere zertifizierte - seien eine der schärfsten Waffen im Kampf gegen die Pandemie.

"Die Maske muss sexy werden", sagte Keppler, der Vorstand des Max von Pettenkofer-Instituts an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist. 

Ihre Wirksamkeit sei gut belegt. "Wir sollten im öffentlichen Raum, im Beruf, auch in Innenräumen die nächsten Monate einfach konsequent Masken tragen." 

Auch in Schulen hält er Masken für sinnvoll, unter anderem, weil sie Kinder im Fall eines Ausbruchs in der Klasse vor einer Quarantäne bewahrten.

Zu den neuen Corona-Maßnahmen sagte Keppler, es sei jetzt der richtige Zeitpunkt für härtere Maßnahmen, um die aktuelle Welle zu brechen.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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