Aiwanger wirbt für Kraft-Wärme-Kopplung: "Lösung der Energiedebatte"

München - Angesichts rasant gestiegener Energiepreise rät Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50) Unternehmen und Kommunen zum Bau der eigenen Energieversorgung mit Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50) rat Unternehmen und Gemeinden zur eigenen Energieversorgung.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50) rat Unternehmen und Gemeinden zur eigenen Energieversorgung.  © Sven Hoppe/dpa

"Das ist die bayerische Antwort auf die Energiedebatte", sagte der Freie Wähler-Chef am Freitag in München.

Mit der Kraft-Wärme-Kopplung sei die Versorgungssicherheit gewährleistet, die Energiekosten würden reduziert und die CO2-Bilanz verbessert.

Das System ist nach Einschätzung Aiwangers nicht nur für Kommunen geeignet, sondern auch für viele Gewerbebetriebe, Krankenhäuser, Hotels oder auch Mehrfamilienhäuser.

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Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bedeutet, dass die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme direkt zum Heizen oder die Einspeisung ins Fernwärmenetz genutzt wird.

Es gibt auch Anlagen, bei denen der Dampf zum Betrieb eines Kühlsystems genutzt wird.

"Wer das System jetzt schon hat, der profitiert davon", sagte Aiwanger.

Machbarkeitsstudie für 10.000 und 50.000 Euro

Das Wirtschaftsministerium hat vor zwei Jahren eine "KWK-Roadshow" ins Leben gerufen.

Die öffentliche Hand fördert Projektstudien zur Machbarkeit einer Anlage mit Summen zwischen 10.000 und 50.000 Euro, wie Aiwanger sagte.

Wegen der rapide steigenden Energiekosten will der Wirtschaftsminister nun verstärkt für die Technologie werben.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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