BMW baut neues Montagewerk für E-Autos in München

München - BMW verlegt die Benzin- und Dieselmotoren-Fertigung des Stammwerks München schrittweise bis spätestens 2024 nach Steyr in Österreich und Hams Hall in England.

Die Zentrale des Autobauers BMW in München.
Die Zentrale des Autobauers BMW in München.  © Alexander Heinl/dpa

Die betroffenen 1000 Mitarbeiter bekämen andere Arbeitsplätze bei BMW in München oder anderen Standorten in Bayern angeboten, sagte Produktionsvorstand Milan Nedeljković am Mittwoch.

Auf der Fläche des Münchner Motorenwerks baue BMW ein neues, auf Elektrofahrzeuge ausgerichtetes Montagewerk.

Es soll 2026 in Betrieb gehen und 400 Millionen Euro kosten.

Betriebsratschef Manfred Schoch sagte: "Diese Entscheidung ist ein Vorbild für eine gelungen gestaltete Transformation in der deutschen Industrie."

Der Bau einer neuen Montage im fast 100 Jahre alten BMW-Stammwerk zeige, "dass Transformation, wenn man sie strategisch und mutig angeht, Industriearbeitsplätze auch inmitten einer Großstadt sichern und ausbauen kann", so Schoch.

BMW hat seine Werke so umgebaut, dass sie Verbrenner-, Hybrid- und Elektroautos auf demselben Band produzieren und so flexibel auf Kundenwünsche reagieren können.

BMW-Stammwerk für E-Autos umgebaut

Bis Ende 2021 werde er die Fixkosten nachhaltig um eine halbe Milliarde Euro im Jahr gesenkt haben, sagte der Produktionschef Nedeljković. Ab Ende 2021 sollen der vollelektirische BMW i4 in München und der BMW iX in Dingolfing starten, die vollelektrischen Varianten des 7er und 5er stünden in Dingolfing in den Startlöchern.

2022 starte im Werk Regensburg die Produktion des X1 als Verbrenner, der auch mit vollelektrischem Antrieb angeboten wird. In Leipzig soll 2023 der Mini Countryman als Verbrenner und als E-Auto folgen.

Trotz Brexit sieht der BMW-Vorstand das Mini-Werk in Oxford ungefährdet. "Wir sind auch in den nächsten zehn Jahren dort vertreten", sagte Nedeljković. In China werde die E-Mini-Fabrik mit dem Partner Great Wall 2022 fertig werden, die lokale Fertigung des X5 sei in Planung.

Die neue asiatisch-pazifische Zollunion werde sicher Veränderungen der Produktion nach sich ziehen.

Titelfoto: Alexander Heinl/dpa

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