Aiwanger: Fleisch einmal pro Woche reicht "für den Bauarbeiter nicht"

Berlin/München - In der Debatte um billiges Fleisch hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (49, Freie Wähler) vor einer Verteufelung des Fleischkonsums gewarnt. 

Hubert Aiwanger (49), Wirtschaftsminister von Bayern.
Hubert Aiwanger (49), Wirtschaftsminister von Bayern.  © Matthias Balk/dpa

"Die Debatte darf sich nicht zuspitzen auf die Bevormundung, dass Fleisch einmal die Woche reicht. Für einen Büromenschen auf dem Vegan-Trip vielleicht - für den Bauarbeiter nicht. Wenn der nur einmal die Woche Fleisch kriegt und nur Salat, fällt er am dritten Tag vom Gerüst runter", sagte Aiwanger im "Bild"-Interview. 

Und: "Teuer heißt nicht automatisch besser. Es wird weiterhin preiswertes Fleisch geben, aber auch ausgewähltere Qualität für die, die es sich leisten können."

Wegen der Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen und der dortigen Arbeitsbedingungen ist die Debatte um Billig-Fleisch neu entflammt. Notwendig sei eine "Neujustierung" der Tierhaltung in Deutschland, teilte das Bundesagrarministerium jüngst mit. 

Fleisch und Wurst seien oft zu billig. Unter diesen Bedingungen seien faire Arbeitsbedingungen und Löhne, hohe Tierwohlstandards und ein auskömmliches Einkommen von Tierhaltern schwer zu erreichen.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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