Keine Tarifeinigung: Jetzt drohen erneute Warnstreiks im Einzelhandel

München - Im bayerischen Einzelhandel stehen weitere Warnstreiks bevor. Die zweite Runde der diesjährigen Tarifverhandlungen brachte am Dienstag wie erwartet noch keinen Durchbruch.

Nachdem auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen erfolglos blieb, wurden weitere Warnstreiks im Einzelhandel angekündigt. (Symbolbild)
Nachdem auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen erfolglos blieb, wurden weitere Warnstreiks im Einzelhandel angekündigt. (Symbolbild)  © Martin Gerten/dpa

Verdi kündigte anschließend eine Ausweitung der Warnstreiks an. Die dritte Gesprächsrunde ist nach Angaben der Gewerkschaft für den 29. Juni geplant.

Verdi fordert für die Belegschaften 4,5 Prozent mehr Gehalt plus einen Fixbetrag von 45 Euro.

Die Arbeitgeber hatten in der ersten Runde Anfang Mai noch kein Angebot vorgelegt.

München: Gardasee-Bootsunfall: Verdächtiger Münchner nun unter Hausarrest
München Gardasee-Bootsunfall: Verdächtiger Münchner nun unter Hausarrest

In der zweiten Runde bot der Handelsverband laut Verdi im Wesentlichen 1 Prozent plus für 2021, 1,4 Prozent für 2022 und nach 24 Monaten Laufzeit 2 Prozent für weitere 12 Monate. Die Verhandlungsführerin des Handelsverbands war nicht unmittelbar zu erreichen.

Der Handelsverband argumentiert, dass das Corona-Jahr 2020 Teilen des Einzelhandels massive Einbußen eingebracht habe. Verdi verweist auf die kräftigen Umsatzsteigerungen bei Supermärkten und in anderen Bereichen.

In den vergangenen Wochen hatte es in über 100 Betrieben Warnstreiks gegeben. An diesem Mittwoch steht noch eine zweite Gesprächsrunde im bayerischen Großhandel an, dessen Tarifvertrag ebenfalls ausgelaufen ist.

Titelfoto: Martin Gerten/dpa

Mehr zum Thema München Wirtschaft: