"Rekordarbeit der Beschäftigten": Verdi fordert 4,5 Prozent mehr Lohn im bayerischen Handel

München - Die Gewerkschaft Verdi geht mit einer Forderung von 4,5 Prozent und 45 Euro pro Monat mehr Lohn in die Tarifverhandlungen für den Einzelhandel in Bayern.

Die Gewerkschaft Verdi fordert einen Ausgleich für die Beschäftigten in Bayern. (Symbolbild)
Die Gewerkschaft Verdi fordert einen Ausgleich für die Beschäftigten in Bayern. (Symbolbild)  © Christophe Gateau/dpa

Zudem soll das Mindesteinkommen auf 12,50 Euro pro Stunde steigen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. Als Laufzeit strebt Verdi 12 Monate an.

"Rekordumsätze im Einzelhandel fußen auf Rekordarbeit der Beschäftigten", sagte Verdi-Verhandlungsführer Hubert Thiermeyer.

"In manchen Betrieben mussten die Beschäftigten aber empfindliche Gehaltskürzungen durch Kurzarbeit über Monate hinnehmen." Hier brauche es einen Ausgleich.

Neben den Gehaltsforderungen will Verdi erreichen, dass der Tarifvertrag als allgemeinverbindlich erklärt wird.

"Der Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel wird vielfach über Dumpinglöhne auf dem Rücken der Beschäftigten finanziert. Die Tarifflucht vieler Unternehmen, schon lange vor der Corona Krise hat die Lage verschärft", betonte die Gewerkschaft.

Der aktuelle Tarifvertrag läuft noch bis Ende April.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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