Streik in Brauereien abgewendet: Schlichtung beendet Tarifstreit

München - Der Tarifstreit der bayerischen Brauwirtschaft ist beigelegt. In der Schlichtung einigten sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Arbeitgeber am Samstag schließlich auf einen neuen Tarifvertrag, wie die NGG mitteilte.

Die Gewerkschaft fordert mehr Lohn für die Belegschaft in der Brauerei und konnte sich nun mit den Arbeitgebern einigen.
Die Gewerkschaft fordert mehr Lohn für die Belegschaft in der Brauerei und konnte sich nun mit den Arbeitgebern einigen.  © Patrick Seeger/dpa

Demnach sollen die Löhne rückwirkend zum 1. März 2022 um 3,6 Prozent steigen. Zusätzlich steigen Urlaubsgeld und Ausbildungsvergütung. Der Tarifvertrag hat ein Laufzeit von 12 Monaten bis zum 28. Februar 2023.

Die NGG hatte zuvor flächendeckende Streiks in den kommenden Wochen angekündigt, wenn es keine Einigung gebe.

Seit dem Freitagvormittag hatte Landesarbeitsgerichts-Präsident Harald Wanhöfer in Fürstenfeldbruck versucht, doch noch einen Kompromiss zwischen der NGG und der Tarifgemeinschaft bayerischer Brauereien zu finden.

München: Mann in München niedergestochen: Polizei nimmt Tatverdächtigen auf der Flucht fest
München Crime Mann in München niedergestochen: Polizei nimmt Tatverdächtigen auf der Flucht fest

Die Schlichtung zog sich nach NGG-Angaben bis in den Samstag.

Die Positionen lagen weit auseinander: Die Gewerkschaft forderte für die rund 10.000 Brauer eine Erhöhung der Löhne um 6,7 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde eine Erhöhung des Monatslohns um 100 Euro angeboten.

Dies entspricht einer Lohnerhöhung von 2,7 Prozent für einen Facharbeiter der untersten Tarifgruppe.

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

Mehr zum Thema München Wirtschaft: