Rathaus-Chef sauer auf Spahn-Plan: OB Reiter schießt gegen Aufhebung der Impfpriorisierung

München - Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (62, SPD) sieht die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU), nach der die Impfpriorisierung ab 7. Juni wegfällt, kritisch.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (62, SPD) übt Kritik an den Plänen aus dem Gesundheitsministerium. (Archiv)
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (62, SPD) übt Kritik an den Plänen aus dem Gesundheitsministerium. (Archiv)  © Sven Hoppe/dpa

Sie wecke falsche Erwartungen, so Reiter am Dienstag. Es gebe noch immer nicht genügend Impfstoff.

"Während vom Wegfall der Priorisierung die Rede ist und von Erleichterungen und Reisemöglichkeiten für Geimpfte, sollte allen klar sein, dass die Mehrheit der Bundesdeutschen noch immer auf ein erstes Impfangebot wartet."

Das Münchner Gesundheitsamt beispielsweise sei erst am Montag vom bayerischen Gesundheitsministerium darüber informiert worden, dass das Impfzentrum in den kommenden Wochen kaum noch Erst-Impfungen durchführen könne, damit genug Impfstoff für die Zweitimpfungen zur Verfügung stehe.

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"Das ist nicht die Strategie, die ich mir vorstelle und erfüllt auch nicht das, was uns Kommunen von Monat zu Monat immer wieder aufs Neue zugesagt wurde: Im März, nein im April, nein im Mai, nein jetzt aber wirklich: im Juni soll es endlich ausreichend Impfstoff für alle geben, die sich gegen Corona impfen lassen wollen. Die Realität vor Ort sieht anders aus", empörte sich Reiter.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) möchte ab 7. Juni die Impfpriorisierung aufheben. (Archiv)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) möchte ab 7. Juni die Impfpriorisierung aufheben. (Archiv)  © Michael Kappeler/dpa

Gesundheitsminister Spahn hatte bereits Anfang Mai die Aufhebung der Impfpriorisierung ab Anfang Juni angekündigt.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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