Münchner Flugtaxis ruckzuck geladen: Spezielle Ladestationen aus der Schweiz geordert

München/Zürich - Der schweizerische Technologiekonzern ABB will ein Schnellladenetz für den Münchner Elektro-Flugtaxi-Hersteller Lilium entwickeln, testen und bereitstellen.

Der Flugtaxi-Hersteller Lilium wird vom Technologiekonzern ABB unterstützt.
Der Flugtaxi-Hersteller Lilium wird vom Technologiekonzern ABB unterstützt.  © Bildmontage: Melanie Duchene/KEYSTONE/dpa, Daniel Karmann/dpa

Die ABB-Ladestationen sollen die Batterien der Kleinflugzeuge in etwa 30 Minuten voll aufladen und jedem E-Flugtaxi 20 bis 25 Flüge pro Tag ermöglichen, teilte Lilium am Mittwoch mit.

Das Megawatt-Ladesystem soll das Aufladen mit Gleichstrom mit einer Leistung von bis zu 1000 Kilowatt ermöglichen und kann auch für schwere Elektro-Lastwagen und -Busse verwendet werden.

Lilium-Chef Daniel Wiegand sagte: "Gemeinsam wollen wir den Industriestandard für das Laden von Elektroflugzeugen setzen." Der Leiter der ABB-Division Elektromobilität, Frank Muehlon, sagte: "Durch die Unterstützung des neuen Megawatt-Ladestandards ebnet ABB E-Mobility den Weg für die Elektrifizierung aller Verkehrsträger, von Pkw und Lkw bis hin zu Schiffen, Bergbaufahrzeugen und nun auch der Luftfahrt."

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Der an der US-Börse Nasdaq notierte Flugzeugbauer Lilium will 2024 die Serienproduktion und den Betrieb regionaler Flugdienste in Deutschland, Florida und Brasilien starten.

Die siebensitzigen Elektrojets mit 250 Kilometer Reichweite sollen senkrecht starten und landen, aber die Strecke mithilfe von Tragflächen wie konventionelle Flugzeuge zurücklegen.

Titelfoto: Bildmontage: Melanie Duchene/KEYSTONE/dpa, Daniel Karmann/dpa

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