Münchner Polizei zerschlägt auf Senioren spezialisierte Betrügerbande

München - Die Münchner Kripo hat eine Betrügerbande aus Schwaben zerschlagen. Wie das Polizeipräsidium der Landeshauptstadt am Mittwoch berichtete, sollen es die sechs Gauner auf das Geld von Senioren abgesehen haben.

Die Kripo hat eine Betrügerbande zerschlagen. (Symbolbild)
Die Kripo hat eine Betrügerbande zerschlagen. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Es können den Männern laut Polizei mehr als zehn Taten nachgewiesen werden, bei denen die Opfer insgesamt um mehrere 100.000 Euro geschädigt worden seien. Die Täter sollen sich am Telefon als entsprechende Polizeibeamte ausgegeben haben.

Mit der Masche, wonach das Vermögen der betagten Angerufenen wegen Einbrechern gefährdet sei, vereinbaren die Betrüger dann einen Termin, um das Bargeld der Senioren abzuholen.

Bereits im September hatte die Polizei einen 21 Jahre alten Augsburger und einen 22-Jährigen aus dem Landkreis Günzburg auf frischer Tat festgenommen, als beide bei einer älteren Münchnerin entsprechend abkassieren wollten.

Die Männer sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Ermittlungen führten die Kripo dann auf die Spur der vier anderen Beschuldigten.

Es handelt sich um drei Augsburger im Alter von 22 bis 27 Jahren und einen 25-Jährigen aus dem benachbarten Kreis Aichach-Friedberg.

Gegen drei davon wurden ebenfalls Haftbefehle beantragt, im Fall des vierten Beschuldigten wird dies noch geprüft.

Die Bande soll außer in Südbayern auch in Baden-Württemberg aktiv gewesen sein. Einige der Opfer hatten noch gar nicht Anzeige erstattet, als die echten Polizisten sie kontaktierten. Diese Senioren seien der Meinung gewesen, mit der richtigen Polizei zusammengearbeitet zu haben, oder sie schämten sich dafür, auf die Betrüger reingefallen zu sein.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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