Nach Party-Exzessen in München: Künftig soll auf Ludwigsstraße gefeiert werden

München - Nach den Problemen mit Hunderten Feierlustigen in Wohnvierteln will die Stadt München künftig an den Wochenenden die Ludwigsstraße im Zentrum für den Verkehr sperren und diese den meist jungen Leuten zur Verfügung stellen.

Zahlreiche Plastikbecker und Müll sind am Abend in einem übervollen Mülleimer am Gärtnerplatz zu sehen. Die Stadt will die Lage dort und in der Türkenstraße entspannen, indem die Ludwigsstraße an Wochenenden für Feiernde gesperrt wird.
Zahlreiche Plastikbecker und Müll sind am Abend in einem übervollen Mülleimer am Gärtnerplatz zu sehen. Die Stadt will die Lage dort und in der Türkenstraße entspannen, indem die Ludwigsstraße an Wochenenden für Feiernde gesperrt wird.  © Sven Hoppe/dpa

"Ich habe kein Verständnis für die exzessiven Feiern und vor allem auch die Übergriffe gegen Einsatzkräfte!", betonte Oberbürgermeister Dieter Reiter (63, SPD) am Dienstag.

Aber: "Natürlich sehe ich auch das durchaus berechtigte Interesse vieler junger Menschen, gerade nach einem Jahr voller Einschränkungen, endlich wieder feiern zu können."

Am vergangenen Wochenende hatten Hunderte im Bereich der Türkenstraße rund um den Georg-Elser-Platz gefeiert, dadurch teils den Verkehr blockiert und zahlreiche Beschwerden wegen Lärm und Müll hervorgerufen.

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Zudem flogen Flaschen, als die Polizei Straßen im Uni-Viertel nach dem EM-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal in der Nacht zu Sonntag räumte. Auch am Gärtnerplatz gibt es immer wieder Ärger.

"Auch in einer Großstadt haben die Menschen ein Recht darauf, nachts schlafen zu können", betonte Reiter.

Als Lösung wird die bayerische Landeshauptstadt deshalb künftig von Freitagabend bis zum frühen Sonntagmorgen die Ludwigsstraße an der Universität und bei entsprechendem Andrang Teile der Leopoldstraße für den Verkehr sperren. Dort soll es dann nicht nur extra Mülltonnen und Toiletten, sondern auch ein Verbot von Glasflaschen, großen Musikboxen und den Verkauf von To-Go-Getränken geben.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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