"Von einer Pandemie keine Aufträge": Corona wird bei René Pollesch kein Theaterstoff

Nürnberg - Die Corona-Krise wird bei dem Dramatiker und Theaterregisseur René Pollesch nicht zum Theaterstoff. 

Rene Pollesch (58), Dramatiker und Theaterregisseur, steht im Schauspielhaus Nürnberg.
Rene Pollesch (58), Dramatiker und Theaterregisseur, steht im Schauspielhaus Nürnberg.  © Daniel Karmann/dpa

Er nehme generell keine Aufträge von Intendanten entgegen, wenn diese ein Stück über die Finanzkrise oder andere Themen wollten, sagte der 58-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. 

"Da muss ich abwinken, so funktioniere ich nicht." Das gleiche gelte auch für Corona. "Ich nehme auch von einer Pandemie keine Aufträge entgegen."

Gerade inszeniert der künftige Intendant der Berliner Volksbühne sein neues Stück "Take the Villa and run" am Nürnberger Staatstheater. 

Die Uraufführung ist für Freitag geplant - und damit kurz bevor die Theater ab dem 2. November ihren Spielbetrieb wegen der Corona-Krise vorübergehend einstellen müssen.+

Der Dramatiker und Regisseur René Pollesch wurde 1962 im hessischen Friedberg geboren. 

An der Universität Gießen studierte er Angewandte Theaterwissenschaften und war danach unter anderem künstlerischer Leiter des Praters der Berliner Volksbühne. Pollesch inszenierte eigene Stücke unter anderem am Burgtheater Wien, am Thalia Theater in Hamburg, am Deutschen Theater Berlin und Münchner Kammerspielen. 

Ab kommenden Sommer wird er die Berliner Volksbühne als Intendant leiten.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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