S-Bahn-Chaos nach der Wiesn: Darum ging auf der Stammstrecke am Montagabend nichts mehr

München - Ein Oberleitungsschaden hat den S-Bahnverkehr auf der Münchner Stammstrecke in der Nacht von Montag auf Dienstag lahmgelegt.

Die Wiesn-Besucher wurden von der Hackerbrücke zum Hauptbahnhof geleitet, von wo aus sie ihre Heimreise antreten konnten.
Die Wiesn-Besucher wurden von der Hackerbrücke zum Hauptbahnhof geleitet, von wo aus sie ihre Heimreise antreten konnten.  © Bundespolizeidirektion München

Ursache für den Schaden sei der Bahn zufolge wohl ein Ballon mit Alubeschichtung gewesen, teilte die Polizei am Dienstag mit. In der Nähe der beschädigten Oberleitung seien Reste des Ballons gefunden worden.

Die Polizei prüfe deshalb den Anfangsverdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Nach Angaben der Polizei war am Montagabend ein abgerissenes Tragseil der Oberleitung nahe dem Ostbahnhof auf eine S-Bahn gefallen. Die Bahn mit etwa 400 Fahrgästen kam kurz vor dem Bahnhof zum Stehen. Die Bahn wurde bei dem Vorfall beschädigt, verletzt wurde niemand.

Weniger Besucher, weniger Bier: Erste Wiesn seit Corona endet mit Minus-Bilanz
Oktoberfest Weniger Besucher, weniger Bier: Erste Wiesn seit Corona endet mit Minus-Bilanz

Etwa eine Stunde lang fuhren den Angaben zufolge auf der Stammstrecke keine S-Bahnen, danach waren nur Teile der Strecke erreichbar. Zu dieser Zeit traten auch viele ihre Heimreise vom Oktoberfest an. Die Polizei leitete die Wiesn-Heimkehrer zu Fuß von der Haltestelle Hackerbrücke zum Hauptbahnhof.

Die Behebung des Schadens dauerte bis in den frühen Dienstagmorgen. Erst gegen sieben Uhr wurde die Strecke demnach wieder komplett freigegeben.

Die Polizei wies am Dienstag darauf hin, dass es verboten ist, Ballons mit Alubeschichtung auf S-Bahn-Fahrten mitzunehmen. Auch in den Zügen selbst wird immer wieder darauf hingewiesen, dass durch die Ballons Oberleitungen beschädigt werden können.

Titelfoto: Bundespolizeidirektion München

Mehr zum Thema Oktoberfest: