Hochwasserlage entspannt sich: Pegel in Bayern gehen zurück

Passau/Rosenheim - Nach tagelangen heftigen Regenfällen dürfte sich am heutigen Mittwoch in Passau die Situation zuspitzen: An der Donau könnte die höchste Hochwasser-Meldestufe erreicht werden.

Der Hochwasserscheitel in Passau soll am Vormittag bei 8,50 Metern liegen, die Vorbereitungen zum Hochwasserschutz laufen schon seit Dienstagabend.
Der Hochwasserscheitel in Passau soll am Vormittag bei 8,50 Metern liegen, die Vorbereitungen zum Hochwasserschutz laufen schon seit Dienstagabend.  © Alexander Auer

Im Süden des Freistaates rechnen Wetter-Experten damit, dass sich die Lage langsam entspannt. 

Dort sorgte der Dauerregen am Dienstag für überflutete Straßen und Keller. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk rückten Hunderte Male zu Einsätzen aus (TAG24 berichtete).

Der bayerische Hochwassernachrichtendienst (HND) rechnete bis Mittwoch mit weiteren Überschwemmungen - vor allem in Passau.

Der Inn-Zufluss sollte dort für einen starken Anstieg sorgen, hieß es. In den vergangenen Tagen lag die Donau in Passau stabil unter fünf Metern, am Mittwoch könnte der Pegel mehr als acht Meter anzeigen.

Bei Rosenheim wurde am Dienstag die Autobahn 8 (München-Salzburg) zeitweise in beide Richtungen gesperrt, weil die Fahrbahn unter Wasser stand. Die Ausweichstrecken waren überlastet. 

Am Abend hatten Einsatzkräfte damit begonnen, zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West 4000 Sandsäcke zu verteilen, um zumindest eine Fahrspur freihalten zu können. Neben dem Wasser bereiteten der Polizei auch Gaffer Probleme.

Im Berchtesgadener Land war ein Wiesenhang abgerutscht (TAG24 berichtete). Der Schlamm drückte gegen ein Wohngebäude. Das Haus stand bis zum ersten Stock im Dreck.

In Garmisch-Partenkirchen wurde die bei Touristen beliebte Partnachklamm gesperrt. Dort und in der Umgebung waren mehrere kleine Erdrutsche abgegangen.

Update 8.50 Uhr: Hochwasser in Südostbayern fließt ab

Ein Traktor fährt über eine Straße, die durch die starken Regenfälle der vergangenen Tage unter Wasser steht.
Ein Traktor fährt über eine Straße, die durch die starken Regenfälle der vergangenen Tage unter Wasser steht.  © Peter Kneffel/dpa

Nach Dauerregen in den vergangenen Tagen im Süden und Osten Bayerns entspannt sich die Lage langsam wieder. 

"Das Hochwasser fließt jetzt ab", teilte eine Hydrologin des bayerischen Hochwassernachrichtendienstes (HND) am Mittwochmorgen mit. In Passau gehe der Pegel der Donau nun langsam zurück. 

Auch am Dienstagabend und in der Nacht blieb er den Angaben zufolge unter acht Metern und damit im Bereich der dritten Warnstufe. Am Vortag war noch damit gerechnet worden, dass in Passau die höchste Warnstufe erreicht werden könnte.

Auch die Straßen im Kreis Rosenheim werden langsam wieder trocken, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Die Autobahn 8 sei an vielen Stellen wieder frei, nur bei Bad Aibling und Bernau war am Mittwochmorgen noch einer von drei Fahrstreifen wegen Überschwemmungen gesperrt. 

Laut Deutschem Wetterdienst wird für Mittwoch kein weiterer Regen erwartet. Während an den Oberläufen der Flüsse die Wasserstände somit fallen dürften, steigen die Pegel flussabwärts laut HND noch vorübergehend.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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