Premiere für die CSU: Internetparteitag mit Reden von Söder und Kurz

München - Mit ihrem ersten rein virtuellen Parteitag schlägt die CSU am Freitag ein neues Kapitel in ihrer Geschichte auf.

Markus Söder, CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident von Bayern (r.), und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) unterhalten sich. Diesmal wird das nur digital möglich sein. (Archiv)
Markus Söder, CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident von Bayern (r.), und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) unterhalten sich. Diesmal wird das nur digital möglich sein. (Archiv)  © Hans Klaus Techt/APA/dpa

Um 17 Uhr beginnt die Sendung aus einem eigens eingerichteten Studio in der Münchner Parteizentrale - Hauptredner ist CSU-Chef Markus Söder, rund 250 Delegierte werden zudem mit von der Partie sein. 

Als Gast wird Österreichs Kanzler Sebastian Kurz zugeschaltet.

Auch für den bayerischen Ministerpräsidenten ist das Format im Internet eine Premiere. Während er sonst bei Parteitagsreden immer auf einer großen Bühne steht, sitzt er nun in seinem Arbeitszimmer im obersten Stock der Parteizentrale. 

Anders als bei normalen Parteitagen bekommt Söder so nicht unmittelbar mit, ob und wie er mit seinen Worten den Nerv seiner Parteifreunde trifft.

Inhaltlich stehen die Corona-Krise, deren Auswirkungen sowie Maßnahmen zur Ankurbelung von Wirtschaft und Konjunktur im Zentrum. Die Delegierten wollen dazu einen Leitantrag verabschieden, der die CSU-Forderungen nach einem großen Konjunkturpaket bestehend aus Investitionsanreizen und steuerlichen Entlastungen untermauern soll.

Die CSU fordert unter anderem Auto-Kaufprämien und eine schnelle und möglichst vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Parteichef Söder hatte sich am Montag zudem dafür ausgesprochen, in diesem Jahr Urlaub in Deutschland finanziell zu fördern, mit Urlaubsgutscheinen oder Möglichkeiten zur steuerlichen Absetzung.

Titelfoto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

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