Corona-Hick-Hack fliegt Söder um die Ohren: Opposition attackiert CSU

München - Mit teilweise scharfen Worten hat die Opposition das Corona-Krisenmanagement von Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) kritisiert und dabei auch die CSU insgesamt scharf attackiert.

Ludwig Hartmann (42, r.), Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, spricht im bayerischen Landtag während einer Plenarsitzung. Im Hintergrund verfolgt Markus Söder (54, CSU) die Rede.
Ludwig Hartmann (42, r.), Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, spricht im bayerischen Landtag während einer Plenarsitzung. Im Hintergrund verfolgt Markus Söder (54, CSU) die Rede.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Kritik gab es am Mittwoch im Landtag am Hin und Her um die Osterruhe - aber vor allem auch an der Maskenaffäre, in deren Zentrum mit Alfred Sauter (70) inzwischen auch ein bisheriger CSU-Landtagsabgeordneter steht.

Söder habe in vielfacher Hinsicht Vertrauen verspielt, sagte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann (42).

Es fehle eine tragfähige Strategie durch die Corona-Pandemie. Mit Blick auf die Rücknahme der Osterruhe, die Bund und Länder erst am Dienstagfrüh angekündigt hatten, sprach Hartmann von Unsicherheit und Chaos. Und die Maskenaffäre stelle viele alte CSU-Amigo-Geschichten in den Schatten.

Größere Unwetter-Schäden blieben in der Nacht aus, Wetterdienst warnt erneut
München Wetter Größere Unwetter-Schäden blieben in der Nacht aus, Wetterdienst warnt erneut

SPD-Fraktionschef Horst Arnold (58) kritisierte, Söder sei das Fingerspitzengefühl zunehmend verloren gegangen. Teilweise werde draußen im Lande von Chaos gesprochen. "Sie befinden sich in einen Höhenflug der Selbst- und Autosuggestion", sagte Arnold zu Söder.

FDP-Fraktionschef Martin Hagen (40) betonte, das Hin und Her um die Osterruhe sei kein Umsetzungsproblem, sondern "eine Bankrotterklärung der Politik". Dieses "Chaos" koste Vertrauen bei der Bevölkerung. Und wenn Söder noch in der Nacht auf Dienstag von einer klaren Linie von Bund und Ländern gesprochen habe, dann zeige das vor allem, dass Söder sich "wahnsinnig weit" von der Realität entfernt habe.

Auch Hagen attackierte die CSU zudem wegen der Maskenaffäre und kritisierte, dass sich Abgeordnete an der Pandemie bereichert hätten.

AfD-Fraktionschef Ingo Hahn (50) kritisierte, die Staatsregierung bekomme die Krise nicht in den Griff, Söder verlängere den Lockdown einfach bis ins Frühjahr hinein. Das Krisenmanagement sei eine "Farce".

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Mehr zum Thema München Politik: