Historische Stichwahl in Bayern: Auszählung dauert wohl länger

München - Es ist eine historische Stichwahl: Zum ersten Mal überhaupt findet die Wahl um die Spitzenposten in den Kommunen Bayerns ausschließlich per Brief statt. 

Eine Frau wirft ihre Briefwahlunterlagen für die Oberbürgermeister-Stichwahl am 29. März in Nürnberg in den Briefkasten des Wahlamtes.
Eine Frau wirft ihre Briefwahlunterlagen für die Oberbürgermeister-Stichwahl am 29. März in Nürnberg in den Briefkasten des Wahlamtes.  © Daniel Karmann/dpa

Damit nichts schief gehen kann und die Wahl am Sonntag (29. März) auch rechtssicher ist, hat der Landtag eigens eine gesetzliche Regelung hierzu beschlossen.

In den fünf größten Städten treten jeweils die CSU- und SPD-Kandidaten gegeneinander an. Im Landkreis Miesbach könnte der Grünen-Amtsinhaber abgewählt werden. Auch in anderen Landkreisen dürfte es spannend werden.

Laut Innenministerium finden in ganz Bayern rund 750 Stichwahlen um die Posten der ersten Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte statt - überall dort, wo im ersten Durchgang vor zwei Wochen keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen holte.

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In 18 Landkreisen, 16 kreisfreien Städten und vielen anderen Gemeinden geben die Bürger ihre Stimme ab.

Von 18 Uhr an zählen die Wahlhelfer dann mit Sicherheitsabstand und - wenn gewollt - mit Einweghandschuhen die Stimmen aus. Wie lange das Auszählen dauert, ist vielerorts unklar. 

Einige Wahlämter haben sogar angekündigt, die Stimmen erst am Montag auszuzählen.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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