Fahrrad statt Auto: Pop-up-Radwege jetzt auch in München

München - Die Stadt München will während der Corona-Pandemie mehr Platz für Fahrradfahrer schaffen. 

Die Stadt München will während der Corona-Pandemie mehr Platz für Fahrradfahrer schaffen. (Symbolbild)
Die Stadt München will während der Corona-Pandemie mehr Platz für Fahrradfahrer schaffen. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Erreicht werden soll dies unter anderem durch die Einrichtung temporärer Radwege, sogenannter Pop-up-Radwege. Entlang ausgewählter Straßen könnten Auto-Fahrspuren dann künftig von Radlern genutzt werden. Ein entsprechender Antrag der Grünen-Fraktion im Stadtrat ist am Mittwoch Thema im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung. 

Begründet wird das Vorhaben mit dem starken Anstieg des Radverkehrs vor allem in den vergangenen Wochen. Auf den bestehenden Radwegen werde es deshalb oft sehr eng.

Fünf Routen kommen nach Auskunft der Stadt in München für diese Pop-up-Radwege infrage. 

Vorbild sind Städte wie Berlin, Wien oder Paris, die solche Radspuren bereits eingerichtet haben. 

Die Kommunen wollen damit das Fahrradfahren attraktiver machen und verhindern, dass noch mehr Menschen mit dem Auto fahren. 

Verkehrsexperten befürchten nämlich, dass viele Leute derzeit lieber den eigenen Wagen nehmen und öffentliche Verkehrsmittel meiden, weil sie Angst vor einer Ansteckung mit Coronaviren haben.

Update 13.50 Uhr: Pop-up-Radwege kommen in München

Radfahrer nutzen eine vorübergehend abgesperrte Straßenspur in Hamburg. Das Konzept soll jetzt auch nach München kommen.
Radfahrer nutzen eine vorübergehend abgesperrte Straßenspur in Hamburg. Das Konzept soll jetzt auch nach München kommen.  © Christian Charisius/dpa

Nach dem Vorbild Berlins soll es nun auch in München temporäre Radwege geben. 

Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung beschloss am Mittwoch, auf fünf Routen sogenannte Pop-up-Radwege einzurichten, um Radlern während der Corona-Pandemie mehr Platz einzuräumen und das Fahren sicherer zu machen. 

Entlang dieser Strecken dürfen Radfahrer dann vorerst bis Ende Oktober Auto-Fahrspuren benutzen, die als Radwege markiert werden.

Die Stadt reagiert damit auf den starken Anstieg des Radverkehrs. Aus Angst vor einer Ansteckung mit Coronaviren meiden viele Menschen derzeit öffentliche Verkehrsmittel. 

Die temporären Fahrstreifen sollen das Fahrradfahren attraktiver und sicherer machen und verhindern, dass noch mehr Menschen mit dem Auto fahren. 

Auch in anderen Kommunen in Bayern wie Nürnberg oder Fürth gibt es ähnliche Überlegungen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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