Statt Peitsche: Zuckerbrot für Corona-Impfung in München

München - Mit Freikarten will die Stadtratsfraktion von SPD und Volt mehr Menschen in München zu einer Corona-Impfung motivieren.

Ein Schild auf dem Gelände der Messe München zeigt im Eingangsbereich den Weg zur ersten Impfung an.
Ein Schild auf dem Gelände der Messe München zeigt im Eingangsbereich den Weg zur ersten Impfung an.  © Peter Kneffel/dpa

Statt auf Zwang wie in anderen Ländern setze man auf Anreize, teilte SPD-Stadtrat Roland Hefter mit. Dies könnten Freikarten für Museen, Konzerte, Sportveranstaltungen, den öffentlichen Nahverkehr oder den Tierpark sein.

Auch eine Tombola in Zusammenarbeit mit der Gastronomie und der Wirtschaft mit Sachpreisen und Gutscheinen sei vorstellbar.

In einem Antrag fordert die Fraktion nun, dass die Stadtverwaltung diese Möglichkeiten prüfen solle. Medien hatten zuvor über den Vorschlag berichtet.

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Da die Impfbereitschaft nachlasse, müsse man nun wirklich alles versuchen, um die Menschen zum Impfen zu bewegen.

"Auch wenn es Geld kostet, ein nächster Lockdown kostet mehr, von den Menschenleben ganz zu schweigen, die wir verlieren, wenn uns die Delta-Variante bei einer schlechten Impfquote im Herbst mit voller Wucht treffen würde", betonte Hefter.

In Bayern sind inzwischen 43,9 Prozent der Menschen vollständig geimpft, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 12.35 Uhr) hervorgeht. 57,6 Prozent haben bislang eine Corona-Impfung erhalten. Im bundesweiten Vergleich liegt der Freistaat damit auf den hinteren Plätzen.

Mobile Impfteams und Erstimpfungen in den Impfzentren ohne Registrierung und Termin

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) besuchte am Samstag ein Impfzentrum in Weiden in der Oberpfalz, um bei den Bürgerinnen und Bürgern für die Corona-Impfung zu werben.

"Um die Impfbereitschaft zu steigern, weiten wir unsere Impfangebote massiv aus und machen sie flexibler", teilte der Politiker mit.

So seien Erstimpfungen in den Impfzentren nun auch ohne Registrierung und Termin möglich. Mobile Impfteams sollten unkomplizierte Impfungen zum Beispiel vor Geschäften, auf Märkten oder bei Sportveranstaltungen möglich machen.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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