Streiks an kommunalen Kitas: Große Kundgebung in München

München - Die Warnstreiks an den kommunalen Kitas in Bayern gehen weiter. Die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste wollen vor allem bessere Arbeitsbedingungen.

Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst fordern bessere Arbeitsbedingungen, mehr Wertschätzung und auch eine bessere Bezahlung.
Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst fordern bessere Arbeitsbedingungen, mehr Wertschätzung und auch eine bessere Bezahlung.  © Daniel Karmann/dpa

Nach dem Auftakt in Nordbayern am Vortag geht es nun im Süden des Freistaats entsprechend weiter. Höhepunkt ist eine Kundgebung um 11.15 Uhr in München, zu der die Gewerkschaft Verdi Tausende Teilnehmer in der Landeshauptstadt erwartet.

Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst fordern generell bessere Arbeitsbedingungen, mehr Wertschätzung und damit verbunden auch eine bessere Bezahlung. Mit ihren Aktionen wollen sie den Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Tarifrunde am 16. und 17. Mai in Potsdam erhöhen.

Zehntausende Eltern müssen an beiden Tagen ihre Kinder anderweitig versorgen. Eine Notbetreuung ist nicht vorgesehen. Viele Mütter und Väter hatten aber nach Angaben von Verdi Verständnis.

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Sie wüssten, dass es um Betreuungsqualität und Arbeitsbedingungen gehe. Diese Verbesserungen seien schließlich auch im Interesse der Kinder.

Betroffen sind neben Kitas, Krippen, Kindergärten und Horten auch Jugendämter, die Behindertenhilfe, Einrichtungen für Senioren oder die ambulante Pflege. Schon vergangene Woche hatte es Warnstreiks gegeben. Ein Umdenken sei aber nicht zu erkennen, hatten Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) danach bemängelt.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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