Haus von VW-Chef Herbert Diess beschmiert! Konzern reagiert

München/Wolfsburg - Das private Haus des Volkswagen-Konzernchefs Herbert Diess (62) in dessen Heimat München ist das Ziel einer Farbattacke geworden.

Herbert Diess (62) fungiert als Volkswagen-Konzernchef.
Herbert Diess (62) fungiert als Volkswagen-Konzernchef.  © Carsten Koall/dpa

An dem Gebäude seien Schmierereien aufgetaucht, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Wolfsburg.

Man verurteile die Tat, die wohl in der Nacht von Donnerstag auf Freitag begangen worden sei und deren Urheber man noch nicht kenne. Zuvor hatte das Wirtschaftsportal Business Insider über den Fall berichtet. "Diess enteignen" habe demnach etwa auf der Tür gestanden. Außerdem sei ein Zettel mit Anschuldigungen gegen einen "Vertreter des deutschen Autokapitals" angeklebt worden.

Der Manager habe Strafanzeige erstattet.

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VW hatte angesichts mehrerer Protestaktionen gegen den Konzern in den vergangenen Wochen erklärt, man sei offen für Kritik und Diskussionen über den richtigen Weg zu mehr Klima- und Ressourcenschutz sowie über die Sicherung der Arbeitnehmerrechte in den Lieferketten.

Allerdings: Beschädigungen und Gewalt dürften jedoch keine Mittel des Streits sein.

Von der Münchner Polizei gab es zunächst keine Angaben zu den Umständen des Vorfalls an Diess' Haus.

Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess auf der IAA Mobility in München mit Rede

Herbert Diess (62) war auch auf der IAA Mobility anwesend.
Herbert Diess (62) war auch auf der IAA Mobility anwesend.  © Sven Hoppe/dpa

In der bayerischen Landeshauptstadt läuft derzeit die weltweit bekannte Automesse IAA Mobility.

Vor einer VW-Veranstaltung am vorigen Sonntag hatten Greenpeace-Mitglieder Diess auf den aus ihrer Sicht zu zögerlichen Abschied vom Verbrennungsmotor angesprochen.

Er diskutierte kurz mit der Verkehrsexpertin der Umweltorganisation, Marion Tiemann. Dabei wurde Diess ein Papier übergeben, in dem Greenpeace seine angedrohte Klage gegen deutsche Autobauer begründet, falls diese bis 2030 nicht komplett aus Diesel- und Benzinerantrieben aussteigen.

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Am Freitag kam es in München am Rande einer Kundgebung von Klimaschutzaktivisten zu Auseinandersetzungen. Ein Polizeisprecher sagte, etwa 100 Demonstranten hätten am Vormittag versucht, eine Absperrung an der Theresienwiese zu durchbrechen. Um das zu verhindern, habe man auch Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt.

Am Dienstag hatten IAA-Gegner an Autobahnen Banner angebracht und sich an Brücken abgeseilt, Fernstraßen mussten zeitweise gesperrt werden. In den kommenden Tagen könnten noch weitere Proteste folgen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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