Stromschlag bei Sprung von Güterzug: Verletzter (24) und Schwester (15) ins Koma versetzt

München - Nach dem Stromunfall beim Ausstieg aus einem Güterzug im Münchner Bahnhof Trudering haben Ärzte zwei Verletzte ins künstliche Koma versetzt.

Polizisten stehen am S-Bahnhof Trudering am Güterzug, an dem mehrere Menschen durch einen Stromschlag verletzt wurden.
Polizisten stehen am S-Bahnhof Trudering am Güterzug, an dem mehrere Menschen durch einen Stromschlag verletzt wurden.  © Sven Hoppe/dpa

Der Zustand des anfangs wiederbelebten 24-Jährigen und seiner 15-jährigen Schwester sei "kritisch, aber stabil", teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit.

Ihr zwölfjähriger Bruder sei ebenfalls "relativ stabil". Die drei waren am Dienstag zusammen mit neun weiteren Menschen illegal in dem Güterzug über die Grenze nach Deutschland gefahren.

Beim Halt in Trudering war die Gruppe über die Dachplane ausgestiegen, wobei es zu einem lebensgefährlichen Stromüberschlag kam.

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Da der 24-Jährige seine Geschwister an den Händen hielt, wurden auch diese dabei verletzt.

Die übrigen Angetroffenen erlitten den Angaben nach unwesentliche Blessuren.

Unter den neun Aufgegriffenen befanden sich zwei Frauen (35 und 48 Jahre), eine Jugendliche (15), ein Mädchen (7), ein Junge (12) sowie vier Männer (je zwei 21 bzw. 24 Jahre alt), die alle aus der Türkei stammen.

Zwölf Menschen fuhren in einem Güterzug bis nach Trudering. Beim Sprung vom Zug kam es dann zum lebensgefährlichen Unfall.
Zwölf Menschen fuhren in einem Güterzug bis nach Trudering. Beim Sprung vom Zug kam es dann zum lebensgefährlichen Unfall.  © Sven Hoppe/dpa

Nach Angaben der Bundespolizei flohen zunächst drei Personen, die sich ebenfalls in dem aus Italien kommenden Güterzug versteckt hatten.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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