Schon wieder: Auto kracht in Absicherung, Polizist frontal erfasst

Essenbach - Erst vor ein paar Wochen wurden zwei Polizisten tödlich verletzt, als ein Auto auf der A6 auf Höhe Amberg-Ost in eine Unfallsicherung krachte. Am Dienstagabend kam es erneut zu einem ähnlichen Unfall, bei der ein Beamter schwer verletzt wurde.

Mit dem Dienstwagen wollten die niederbayrischen Beamten eine Unfallstelle sichern.
Mit dem Dienstwagen wollten die niederbayrischen Beamten eine Unfallstelle sichern.  © vifogra / Schuh

Dieses Mal auf der B15neu zwischen den Anschlussstellen Ergoldsbach-Kläham und der Essenbach im niederbayerischen Landkreis Landshut.

Nachdem ihre Kollegen selbst einen Unfall auf der Bundesstraße hatten, sicherten Beamte die Stelle ab, als eine Autofahrerin die Absicherung übersah, gegen den abgestellten Streifenwagen prallte und einen 27-jährigen Polizisten frontal erfasste.

Nach TAG24-Informationen hatten die Beamten aus Rottenburg ihr Dienstfahrzeug zur Absicherung mit eingeschaltetem Blaulicht und Warnblinkanlage auf der linken Spur abgestellt.

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Der 27-Jährige befand sich am linken Fahrbahnrand vor dem Wagen. Eine Autofahrerin erkannte die Situation zu spät, prallte in den Wagen, erfasste den jungen Mann frontal und kam dann auf der Mittelleitplanke zum Stehen.

"Psychosoziale Notfallseelsorger" wurden hinzugerufen

Der Wagen der Fahrerin kam auf der Mittelleitplanke zum Stillstand.
Der Wagen der Fahrerin kam auf der Mittelleitplanke zum Stillstand.  © vifogra / Schuh

Der durch den Unfall schwer verletzte Polizist wurde nach der Behandlung durch Rettungsdienst und Notarzt ins Klinikum Landshut gebracht.

Die Unfallfahrerin erlitt bei dem Vorfall einen Schock und musste ebenfalls behandelt werden.

Für alle Beteiligten waren auch psychosoziale Notfallseelsorger (PSNV) vor Ort, die sich auch um die eingesetzten Kollegen kümmerten.

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"Den ein oder anderen Kameraden trifft es natürlich schwerer. Wir suchen das Gespräch mit den Kameraden. Wir bieten aber auch Hilfe an und einfach sprechen hilft ganz viel", so Martin Thoma, Einsatzleiter Feuerwehr Ergoldsbach.

Ein Gutachter wurde zur Sicherung und Auswertung der Unfallspuren beauftragt. Der entstandene Sachschaden wird auf 40.000 Euro geschätzt.

In dem Zusammenhang appellierte Thoma an die Autofahrer, den winterlichen Straßenbedingungen entsprechend Vorsicht walten zu lassen: "Einfach umsichtig fahren, mit angepasster Geschwindigkeit fahren, unnötiges Überholen vermeiden."

Titelfoto: vifogra / Schuh

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