Verdi: Neue Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr schon Montag!

München - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat weitere Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. 

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat weitere Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. (Symbolbild)
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat weitere Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. (Symbolbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

In Bayern sind die Beschäftigten in kommunalen Nahverkehrsbetrieben am kommenden Montag aufgerufen, die Arbeit vorübergehend niederzulegen. Wie Verdi am Mittwoch mitteilte, sind die Städte München, Nürnberg, Augsburg, Fürth, Coburg, Bamberg, Aschaffenburg, Ingolstadt, Passau und Schweinfurt betroffen.

In Regensburg gilt der Aufruf am Montag und am Dienstag. Zweitägig sollen Arbeitsniederlegungen im privaten Omnibusgewerbe sein, deren Fahrer zum Teil auch im Linienverkehr eingesetzt werden. 

Der Aufruf dort gilt am 26. und 27. Oktober für Coburg, Würzburg, Aschaffenburg und Kaufbeuren.

Der Aufruf hängt nicht mit den Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) zusammen, mit denen Verdi in den vergangenen Wochen einen bundesweiten Tarifvertrag durchzusetzen versucht hatte. Auch mit den aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst haben die geplanten Aktionen nichts zu tun, weil es sich beim ÖPNV um entsprechende Spartentarifverträge handelt.

In Bayern will Verdi bei den kommunalen Arbeitgeber in erster Linie eine Entlastung der rund 6300 Fahrer erreichen, dabei geht es vor allem um Arbeitszeitreduzierungen. Die Arbeitgeber lehnen dies ab und bieten neben einer Corona-Einmalzahlung Lohnerhöhungen, die die Gewerkschaft als zu niedrig ablehnt.

Bei den privaten Omnibusunternehmen, bei denen der Tarifvertrag für 17.000 Busfahrer Ende Oktober ausläuft, fordert Verdi 3,50 Euro mehr Stundenlohn - das entspricht bei Stundenlöhnen von 13 bis 14 Euro einer Lohnerhöhung von 30 Prozent. Der Landesverband der Omnibusunternehmen mit seinen 1000 Mitgliedsbetrieben will erst im Januar mit Verhandlungen weitermachen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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